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Riffbiokurs der Schulklasse aus Wien, 24. – 29. September 2010 

Erster Tag: Große Aufregung herrschte bei uns am Morgen, bevor wir die Schulklasse trafen. Nach Tagen der Vorbereitung, wollten wir nun doch endlich wissen, wie die Jugendlichen so sind. Können sie alle schnorcheln? Haben sie Angst vor dem Wasser? Oder sind es Rabauken, die kaum zu bändigen sind?  Das waren die großen Fragen.
Unser Team, bestehend aus Miriam, einer Österreichischen Diplom-Biologin aus Dahab, die gerade an ihrer Doktorarbeit schreibt, Hendrik ein ehemaliger Lehrer und begeisterter und engagierter Taucher aus der Feldstation in Quesir, dem Diplomanden Timo, Experte für Vermetiden, den Volontären Christina und Nicole und zu Guter letzt natürlich dem Boss Christian, war bereit.
Ausgerüstet mit selbst gebastelten Schreibtafeln, kleinen Riffführern und neuen Lieske-Riffführern wurde am Donnerstagmorgen auf das Erscheinen der Schulklasse gewartet.
Kurz nach 9, nicht ganz so pünktlich erschienen dann die ersten verschlafenen Gesichter. Während dem ersten Vortrag von Christian über gefährliche Meerestiere stellte sich heraus, dass die Schüler gut vorbereitet waren und schon einiges an Vorwissen mitbrachten. Danach hieß es Schnorcheln gehen am Steg und die Schüler waren kaum zu halten. War es doch ihr erstes Mal im Meer seit ihrer Ankunft in Ägypten. Zu unserer Freude stellte sich dann auch schnell heraus, dass alle Schüler wahre Schnorcheltalente waren und sich alle sehr wohl im Wasser fühlten. Natürlich waren alle unsere Befürchtungen umsonst, denn die Begeisterung und Motivation unter den Schülern war groß. Alles was von uns Betreuern erzählt wurde, wurde fix aufgenommen und schnell ging es weiter zur nächsten Neuheit.
2. Tag: Das Schnorcheln war nun geübt und am Samstag konnte man sich deshalb um so mehr mit den Aufgaben beschäftigen, die während dem Schnorcheln zu lösen waren. An diesem Tag war es für die meisten wohl am spannendsten, da das Thema die Knochenfische waren. Aufgabe für die Schüler war es unter anderem verschiedene Fischfamilien wie Doktor-, Falter-, und Papageienfische oder Riffbarsche zu finden und die verschiedenen Schwimmweisen (labriform und carangiform) der Fische genauer zu beobachten. Am Nachmittag galt das gleiche für die Familien der Kugel-, Drücker- und Skorpionsfische. Bei den Kugelfischartigen lies sich eine oszillierende Bewegung der Brustflossen erkennen, die Bauchflossen sind reduziert. Bei den Drückerfischen hingegen ließ sich eine undulierende, also eine wellenförmige Bewegung der Rücken- und Afterflosse beobachten. Zum krönenden Abschluss an diesem Tag gabs dann noch eine Riesen Muräne zu sehen und auch Schüler, die zunächst etwas unsicher waren, konnten dem Drang nicht widerstehen, mal näher hinzuschwimmen und sich das riesige Tier genauer anzusehen.
3. Tag: Das Programm für diesen erschien den meisten Schülern zunächst nicht sehr spannend. Denn es standen die vermeintlich unspektakulären Steinkorallen und Weichkorallen auf dem Programm. Doch die Vielfalt an Formen und Farben und verschiedenen Lebensweisen kann man dann doch mal genauer unter die Lupe nehmen – im wahrsten Sinne des Wortes! Am Nachmittag packte Christian seine meeresbiologische Sammlung an Korallenskeletten aus und mit Lupen konnten die Poren und Feinstrukturen genauer beobachtet werden.
Der Montag sollte ganz im Zeichen der Erholung stehen doch Volontäre wie Schüler machten sich auf um das Katharinen Kloster am Fuß des Berg Sinais zu besichtigen. Welches leider aufgrund eines orthodoxen Feiertags geschlossen war. Christina und Nicky schafften es jedoch trotzdem erfolgreich sich einen bösen Muskelkater zuzuziehen beim Abstieg vom 2285m hohen Berg.
4. Tag: Am vorletzten Tag galt es Muscheln, Schnecken Kopffüßern, Stachelhäutern und Krebstieren zu beobachten. Oktopus gabs glücklicherweise schon am Tag zuvor zu sehen aber wir fanden Kegelschnecken, Violette Korallenschnecken, Riesenmuscheln natürlich, Wurmschnecken, Spitzkreiselschnecken, verschiedene Seeigel, Gall-, Knall-, und Korallenkrebse und auch Seepocken. Das Highlight war aber für meisten die frei im Wasser schwebende Pyjama-Sternschnecke
5. und letzter Tag: Die 4 Kurstage vergingen wie im Flug und es hieß nun zum letzten Mal Schnorcheln gehen. Nachdem sich die Schüler in den ersten Tagen ein solides Grundwissen über die verschiedensten Tierstämme angeeignet hatten und schon richtig ordentliche Wasserratten geworden sind konnten sie sich am letzten Tag mit dem Verhalten von einigen Tieren beschäftigen. Die sozialen Strukturen der Fahnenbarsche in ihren Harems, das Verhalten von Anemonenfischen, die ihr Gelege bewachen oder auch die Putzerlippfische, die mit ihren auffälligen Tänzen anderen Fischen ihren Putzdienst anbieten konnten die Schüler studieren. Viel zu schnell ging der letzte Gang ins Wasser vorbei und die Schüler wurden zusehends nervöser, da der berüchtigte Abschlusstest anstand. 50 Fragen mussten zu den verschieden Präsentationen von Christian beantwortet werden. Doch natürlich haben alle Schüler bestanden und zum Abschluss gab es für jeden ein kleines Zertifikat und für unser Team einen dicken Applaus.
Es war eine schöne Aufbruchsstimmung, nachdem wir die Jugendlichen nun kennen lernen konnten und festgestellt haben, wie motiviert und lernfreudig alle bei der Sache waren und auch die Schüler waren mit ihren Betreuern wohl recht zufrieden gewesen.
Trotz allgemeiner Erschöpfung wurden viele Hände geschüttelt und ein gemeinsames Gruppenfoto bildete den Abschluss.

Schön wars auf jeden Fall! Wir freuen uns auf die nächste Schulklasse aus Wien! :-)

Text: Nicole Herz

Fotos: Christian Alter

 

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Meeresbiologische Projektwoche BRG Wien 1.-8.10.2009

   
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Meeresbiologische Projektwoche BRG Wien 18-25.09.2008

Vom 18.-25 September sind 25 Schüler mit 3 Lehrern aus Wien nach Dahab gekommen um etwas über die Fauna des Roten Meeres zu lernen.
Freitag starteten wir mit unserem 5- tägigen Programm. Zunächst jedoch mussten wir uns erstmal gegenseitig kennen lernen, also stellte Chris das RSEC und uns anderen: Max, Juliane, Verena, Kathi, mich und Miriam vor. Danach wurden die Gruppen noch schnell eingeteilt: jeder von uns Volontären bekam fünf Schüler, die er die nächsten Tage betreuen sollte.
Im Anschluss hielt Miri den ersten Teil ihrer Präsentation über „Gefährliche Meerestiere“ und danach ging’s direkt zum ersten Schnorcheln ins Wasser. Das funktionierte auch ganz gut, die Schüler waren von Beginn an interessiert.
Nach der Mittagspause gab es dann Teil 2 der „Gefährlichen Meerestiere“ und ein zweites Schnorcheln mit verschiedenen Aufgaben, wie zum Beispiel das Auffinden von Vertretern der Familie der Skorpionsfische und anschließender Nachbesprechung.
Die nächsten Tage waren vom Ablauf her gleich, es gab immer 2-3 Präsentationen und 2 Schorchelgänge mir verschiedenen Aufgaben.
Samstag und Sonntag lernten die Schüler etwas über die verschiedenen Fischfamilien und Korallenarten. Am Montag hatte die Schulklasse einen Ausflug zum Mount Sinai geplant. Unser Programm mit ihnen ging dann am Dienstag mit den Wirbellosen weiter.
Der letzte Tag gestaltete sich ein bisschen anders als die Tage zuvor…das Thema am Vormittag war „Partnerschaften im Riff“- die wir auch beim anschließenden Schnorcheln häufig beobachten konnten, ob monogame Falterfischpärchen oder Putzerstationen. Zum Abschluss des kompletten Programmes veranstalteten wir nachmittags noch einen Fisch- und Korallentest in den einzelnen Gruppen und ein  alle Themen umfassendes Quiz, das jeder selbst lösen musste….und ich muss sagen, die Schüler schnitten schon ziemlich gut ab, also war unser Ziel erreicht- sie haben alle etwas gelernt!

Text: Lydia Köhler

Fotos: Maximilian Hirschfeld

 

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