dahab reef monitoring | clean ups | reef check | umwelterziehung | coral project | masbat bay conservation

 

   
 

Dahab Reef Monitoring Projekte 2018

Riffschutz am Roten Meer -

Jetzt mitmachen!

 

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Termine

DRM2018-Ia: 31. März - 21. April 2018

DRM2018-Ib: 21. April - 12. Mai 2018

DRM2018-IIa: 11. August - 1. September 2018

DRM2018-IIb: 1. - 22. September 2018

Ideal ist eine 6-wöchige oder 3-wöchige Teilnahme, aber auch 4 oder 5 Wochen sind möglich.

(Datum = Anreisetag! Training beginnt am Folgetag)

Fleißige Freiwillige für die jährlichen Riffschutzprojekte gesucht!

Du arbeitest für 3 Wochen oder länger an unserer Feldstation direkt am Meer, nimmst mit anderen Studierenden am Riffschutzprogramm teil und tauchst zu vergünstigten Preisen!

Biologiestudenten bevorzugt aber keine Voraussetzung!

NEU - die Teilnahme ist auch als Schnorchler möglich!

 

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Kosten/Pakete:

6 Wochen Paket – inkl. Unterkunft, Training, 40 Projekt-Tauchgänge, Flughafentransfers und 1 Bootsausflug 1.040*,- € pro Person, mehr Tauchgänge zu Volontärspreisen möglich.

3 Wochen Paket – inkl. Unterkunft, Training, 25 Projekt-Tauchgänge, Flughafentransfers und 1 Bootsausflug 710*,- € pro Person, mehr Tauchgänge zu Volontärspreisen möglich.

5 Wochen Paket – inkl. Unterkunft, Training, 35 Projekt-Tauchgänge, Flughafentransfers und 1 Bootsausflug 930*,- € pro Person, mehr Tauchgänge zu Volontärspreisen möglich.

4 Wochen Paket – inkl. Unterkunft, Training, 30 Projekt-Tauchgänge, Flughafentransfers und 1 Bootsausflug 820*,- € pro Person, mehr Tauchgänge zu Volontärspreisen möglich.

Teilnahme als normaler Gast (Nicht-Student)

2 Wochen Paket – inkl. Unterkunft, Training, 20 Tauchgänge, Flughafentransfers und 1 Bootsausflug 770*,- € pro Person (Unterkunft im Hotel - Doppelzimmer)

*Alle Preise exklusive Tauchausrüstung! Ihr könnt euch die komplette Leihausrüstung (ohne Tauchcomputer) für 5 € pro Tauchgang bei Sinai Divers leihen. Auf den Equipmentverleih kommen vor Ort 10% Steuer in Ägypten!

 

 

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Für alle Teilnehmer gibt es ein spezielles Training über die Methoden, verschiedene Habitate und Indikatorarten. Auf Wunsch stellen wir eine Praktikumsbescheinigung aus, die Du Dir möglicherweise an Deiner Universität anrechnen lassen kannst (am besten vorher dort anfragen).

Info & Anmeldung unter chrisvonmach(at)redsea-ec.org

 

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RSEC - C O R A L - R E E F - M O N I T O R I N G S

Introduction
In cooperation with REEF CHECK Europe, the Red Sea Environmental Centre (RSEC) in Dahab, South Sinai, initiated a reef monitoring programme with approval from the National Parks' authority (Nature Conservation Sector / Egyptian Environmental Affairs Agency). The RSEC in Dahab has designed a reef-monitoring programme based on an extension of the standard Reef Check procedure. The aim of the extended Protocol is to provide more well defined data describing the status of coral reef health with respect to anthropogenic and natural impacts.

Team size
The Dahab Reef Monitoring needs a team of at least 8 volunteers for adequate implementation.  An assemblage of 2 teams of 8 volunteers each would be preferable.

Eligibility
Members of the Dahab Reef Monitoring Team should meet the following requirements:

Diving experience:

  • Minimum certification of Advanced Open Water brevets or equivalent from renowned diving associations (e.g. CMAS, SSI, PADI) is recommended
  • Minimum number of 25 logged dives is recommended
  • We offer Open Water Diver courses and training dives for uncertified divers. You need to arrive at least 12 days before project start.

Desired biological experience:

  • Advanced student in biology, or
  • Master degree in biology, or
  • Divemaster or dive instructor well familiarized with reef biology and ecology
  • Having participated in Reef Check surveys (or other ecological surveys) earlier
  • Reef Check EcoDiver is required *

* For all participants the Reef Check EcoDiver Specialty Training is required.

 

 

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Dahab Reef Monitoring II - Vierter Wochenbericht

Es ist mal wieder soweit – ein neuer Wochenbericht zu den von uns gemachten Erfahrungen und aufregenden Erlebnissen.

Nachdem wir ja unser Training die Woche zuvor beendet haben gingen wir direkt über zu den „surveys“. Die eigentliche Arbeit sozusagen. Wir haben Canyon North und Canyon South auf 5m und 10m untersucht und die Daten aufgenommen. Obwohl wir nur 3 Leute waren konnten wir den „survey“ erfolgreich abschließen, denn unsere Zusammenarbeit funktioniert einfach sehr gut. Wir sind ein richtig gutes eingespieltes Team. Es macht wirklich Spaß. Wir haben auch einen ersten sogenannten „clean up dive“ gemacht und dabei einiges an Müll aus dem Meer holen können (Büchsen, Netze und weiteres).  Als Nico eine der vielen Cola Büchsen einsammeln wollte schaute auf einmal der Kopf einer Muräne hervor. Sie verließ ihr Zuhause nur wiederwillig aber am Ende ist es uns gelungen ihr ein neues Zuhause unterhalb einer Koralle zu verschaffen. Eine weitere dive site die wir besucht haben ist Lighthouse. Sie liegt nur wenige hundert Meter entfernt vom Büro und ist momentan der wohl meist besuchte Tauchplatz direkt hier in Dahab.

In den Abendstunden verbringen wir unsere Zeit mal hier und mal dort. Es gibt verschiede Dinge zu unternehmen (Essen in einem der tollen Restaurants, Quiz Nights, Karaoke usw.). Auch Nachttauchgänge gehören zu unseren bevorzugten Abendveranstaltungen. Auf dem letzten haben wir Spanisch Dancers, viele verschieden Shrimps, Seesterne und vieles andere gesehen. Ein ganz besonderer und lohnenswerter Ausflug war der in die Berge zur Saint Katherin. Auf 2400m Höhe gelegen, ein Stück weit mit dem Kamel erreichbar und dann doch noch einige Kilometer zu Fuß erklommen wir den Berg bei Nacht um rechtzeitig für den Sonnenaufgang oben zu sein. Unbedingt empfehlenswert!

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Dahab Reef Monitoring II - Dritter Wochenbericht

Hallo! Dier ersten zwei Wochen vom Dahab Reef Minitoring sind vorbei und die dritte ist bereits angebrochen. In den letzten Tagen beendeten wir die Theorie über die Fische, Invertebrate, Substrate und Korallenschäden. Des weiteren bestanden wir erfolgreich die dazugehörigen schriftlichen und praktischen Tests. Mit den neu erlenten und gefestigten Informationen und Erfahrungen sind wir  bereit für den nächsten Schritt. Wir freuen uns bereits auf die eigentlichen Untersuchungen, und natürlich darauf die verschiedenen Tauchplätze rund um Dahab besuchen zu können.

Obwohl wir vergangene Woche viel Theorie hatten wurde es überhaupt nicht langweilig. Die Lektionen waren sehr lehrreich, informativ und auch spannend! Der Mix zwischen den theoretischen Lektionen und den jeweils ein oder zwei Tauchgängen pro Tag sorgten für viel Abwechslung und Spass. Das Ziel der Tauchgänge war es die Indikatoren Organismen zu erkennen. Durch das mehrmalige Training unter Wasser erlenten und festigten wir diese Fähigkeit zunehmend. Und manchmal hatten wir während den Übungstauchgängen einfach nur Glück -  Zum Beispiel sahen wir während dem Unterwassertest (Fische und Invertebrate) einen Adlerrochen, welcher nur wenige Meter an uns vorbei schwamm!!! Natürlich stoppten wir augenblicklich mit der Prüfung und versuchten die Verfolgung aufznehmen. Doch obwohl der Adlerrochen ziehmlich schnell war, konnten wir ihn dennoch eine knappe halbe Minute beobachten. Es war ein unglaublich schönes Erlebnis diesem fantastischen und eleganten Tier zu zuschauen.

In den nächsten Tagen starten wir mit den Kalibrierungstauchgängen und erlernen zudem die notwendigen Untersuchungsmethoden. Wir versuchen natürlich einen möglichst guten Job zu machen, damit auch unsere Cheffin Nina zufrieden ist und wir möglichst bald mit den eigentlichen Untersuchungen anfangen können J. Aber eigentlich sollte dem nichts mehr im Wege stehen! Desweiteren ist für die kommende Woche ein Clean-up-Tauchgang geplant, damit unsere „Hausbucht“ wieder weniger stark verschmutzt ist. Auf jeden Fall haben wir eine wundervolle Zeit in Dahab, was wohl in den nächsten Wochen auch so weitergehen wird!
Sonnige Grüsse aus Dahab
Nico & Saskia

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Dahab Reef Monitoring II - Zweiter Wochenbericht (By Saskia)

Yeah here we come and stand – getting better by the minute!!!
Was für eine interessante und erlebnisreiche Woche! Nachdem wir unser „Fischindikatoren-Training“ beendet haben, sind wir gleich zu den „Invertebraten“ (u.a. Seesterne, Schnecken, Lobster) und dann zu den „Korallen“  übergegangen. Natürlich heißt das neben Theorie auch immer ein bis zwei Tauchgänge pro Tag. Mit Hilfe der Geduld von Nina  können wir nun auch zwischen „Coral massiv“ und „Coral submassiv“ unterscheiden. Überhaupt ist das Miteinander hier ‚easy going‘. Wir sind gespannt was wir noch alles lernen werden und wissen bereits jetzt, dass manches nicht mehr aus unserem Wissensschatz zu löschen ist

Neben unserem Training haben wir auch an so manchen großartigen „fun dives“ teilgenommen. Darunter war auch das magische „blue hole“ und der „Canyon“. Ein weiteres Highlight dieser Woche war unser eintägiger Bottsausflug in den Norden. Wir haben sogar Schildkröten und Adlerrochen gesehen, das Wetter war natürlich super – wie immer. Auch das Essen an Bord war super lecker. Wir wurden von einer Familie begleitet die viel mit den Sinai Divers tauchen, auch das war sehr schön. Überhaupt wirkt es so als wenn in Dahab tolle Menschen wohnen bzw. zu Besuch kommen.
Was das Training angeht, haben wir jetzt nur noch ein Thema vor uns “Coral damage” und dann noch die schriftlichen und praktischen/unterwasser  -tests. Wir sind uns einig, dass wir auch diese ohne große Probleme hinbekommen.

Also auf zur nächsten Woche - voller toller Augenblicke in Dahab.

DRM 2016

 

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Dahab Reef Monitoring II - Erster Wochenbericht

Hallo zusammen! In einigen Tagen starten wir mit dem Dahab Reef Monitoring Project. Wir freuen uns schon jetzt auf das einmalige Abenteuer und können es kaum erwarten los zulegen. Doch auch in den letzten 10 Tagen gab es bereits viel zu tun und zu lernen. Nichtsdestotrotz erlebte ich bereits unglaublich schöne Tage in Dahab.   
Zurzeit arbeite ich an einem Kurzprojekt, indem es darum geht das Verhalten vom  „gewöhnlichen Putzerlippfisch“ zu untersuchen. Für die Beobachtung der Fische wählte ich zwei verschiedene Putzstationen, in der Bannerfishbay, aus. Die beiden Spots sind vom Strand aus gut erreichbar und werden mittels Schnorcheln drei Mal täglich (morgens, mittags, nachmittags) für jeweils 10 Minuten observiert. Die wichtigsten Beobachtungen und Erkenntnisse werden während der Observation auf eine Schreibtafel notiert. Das Ziel der Untersuchung ist es herauszufinden, welche Fischfamilien (sog. Kunden) die Putzstation besuchen, wie lange die einzelnen Kunden geputzt werden, wie viele in 10 Minuten diesen Service beanspruchen und ob es Unterschiede gibt bezüglich den verschiedenen Tageszeiten oder aufgrund von variablen Meeresströmungen oder Seegang. In der letzten Woche habe ich viel Zeit damit verbracht die Daten zu erheben und  in Tabellen einzutragen. Dennoch bereitet das Kleinprojekt viel Freude und wird sicherlich ein gutes Training sein für das kommende Reef Monitoring Project!

Nebst dem Projekt habe ich die Möglichkeit diverse Tauchgänge (fun-dives, biological-dives oder clean-up-dives etc.) zu machen. Natürlich ließ ich mir diese Gelegenheiten in den letzten 10 Tagen nicht entgehen. Eine der eindrücklichsten Erfahrung war der Nachttauchgang bei „caves“. Das Setting und das Abenteuer die zwei Höhlen zu erforschen waren atemberaubend! Zusätzlich sahen wir auch noch eine große Tonnenschnecke (~40cm).  Aber auch die anderen Tauchgänge am Haus Reef oder an anderen Tauchplätzen waren erfreulich. In der Bannerfishbay sahen wir zum Beispiel mehrere Steinfische, Oktopusse und einen Kalmar- Schwarm der in Begleitung eines grossen Kalmars war! Nicht zu vergessen ist der letzte Tauchgang in Umm Sid, wo wir einen Teil unseres Tauchgangs mit einer Schildkröte verbrachten. Kurz gesagt sind wir schon fleißig am Trainieren und verbessern unsere Skills für das Projekt…in Kombination mit viel Spaß und Freude!
Sonnige Güsse aus Dahab
Nico J

Academy 2016

 

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Winterakademie I / Dahab Reef Monitoring I - Vierter Bericht

Our third week was a week full of surprises. But before all the surprises we needed to do a lot of tests. Not only a written test for recognizing: fishes, invertebrates, substrate and coral damage, but also a few underwater tests. It was hard, but it is also so much fun to know all these species by now. When we dive now, we can recognize some species, which organisms I know already and which are new. With this ecodiver course we started a long journey of learning to know the underwater world. The ecodiver (course) is nice basic to begin with.

Enough about the ecodiver (course). We had some nice surprises! On Monday we had an amazing boat trip, the weather was perfect: sunny with no wind! We jumped off the boat and went straight on diving. Under water we found the Crown of Thorn Starfish chilling on a stone, saw a nice flatworm (which are one of my favourite organisms), octopus and so much more. The reef was pretty and the first dive was calm. After a nice lunch on the boat we had to deal with a strong current, but a long swim with a turtle made it a very nice dive!
The second surprise was on Thursday, we went finally to the Blue Hole! This place is one of the most beautiful dive sites of Dahab. It contains a lot of good quality coral and nice organisms. The cleaner wrasse  cleans even divers! Which was very funny to experience, but also a bit strange (maybe I need to clean my ears before a next  dive there..).

The last surprise was the Bedouin dinner in the mountains with candles and a fire. The food was delicious, veggies, meat and other things which were cooked on the fire. After dinner we had a small walk to the oasis and had a look at the stars. Everyone was tired after this breath-taking week, so we went to bed early. This dinner was also a goodbye dinner for the first group. It will be quiet without you guys! (Christoph, Maxi, Rebecca, Anna, Julian and Veronica)

Bye,

Rosan

Academy 2016

 

Academy 2016

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Winterakademie I / Dahab Reef Monitoring I - Dritter Bericht

Hallo aus Dahab, heute geht unsere zweite Woche des Dahab Reef Monitorings zu Ende. In der Letzten Woche haben wir nicht nur viele theoretische Grundlagen über das Leben in den Riffen des Roten Meeres gelernt, sondern auch erste praktische Erfahrungen mit der Methodik des Reef Monitorings gemacht.
Zu Anfang der Woche übten wir zum ersten Mal das Prozedere des Reef Monitorings am „Ricks Reef“, dazu wurde die Transect-Line durch die wunderschöne Unterwasserwelt gespannt und die Buddy-Pairs durften sich in der Kunst des Reef Checks üben, welche in der Theorie doch wesentlich einfacher aussah als in der Praxis. So ging der erste Tauchgang sehr konfus vonstatten , was sich aber im Laufe der Woche mit zunehmender Praxis stetig verbesserte.
Am Mittwoch besuchten wir den Dive Site „Islands“, welcher meiner Meinung nach der bisher schönste Tauchspot war den wir in Augenschein nahmen. Der Eintritt erfolgte durch eine schmale Spalte im Riff-Table, an deren Ende ein runder Ausgang in das offene Meer führte. Anschließend tauchten wir durch das Riff, welches durch viele verschiedene Tiefen (von 5m-18m) das Gefühl einer Unterwasser Hügellandschaft vermittelt. Neben wunderschönen und riesigen Korallen, bietet diese Dive Site ein breites Spektrum an Fischen und Invertebraten, die mit ihrer Farbenfülle zu dieser malerischen Umgebung beitragen.

An unserem Off-Day, konnte ich den Advanced Open Water Diver (PADI) anfangen und im Rahmen dessen meinen ersten Night Dive absolvieren. Dieser fand am „Lighthouse“(Dahab) statt und eröffnete eine völlig neue Welt an einem Tauchspot, den wir davor schon einige Male besucht haben. So gab es nicht nur den African Lionfish auf der Jagd zu beobachten, sondern auch eine Fülle an nachtaktiven Korallen, Seesternen und Seeigeln. Ein weiteres Highlight dieses Tauchgangs war die Biolumineszens von Plankton, welche man beobachten konnte, wenn man das Licht der Unterwasserlampe bedeckte.
Zum Ende der Woche absolvierten wir alle gemeinsam und erfolgreich den ersten Unterwasser-Test und die Theorieprüfungen zu den Fischen und Invertebraten, mit denen wir uns während des Monitorings auseinandersetzen.
Viele Grüße aus Dahab,
Philipp

Academy 2016

 

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Fünfter Bericht vom Dahab Reef Monitoring 2015-II

„We ourselves feel that what we are doing is just a drop in the ocean. But the ocean would be less because of that missing drop.“ -Mother Teresa
Final Week.
Die letzte Woche des Projekts ist angebrochen und zwei wundervolle Menschen (Melissa und Raphael) verlassen uns noch bevor das Projekt endet. Es stimmt mich schon ein wenig traurig, dass diese unfassbar schöne Zeit endet und wir alle, wo wir uns lieb gewonnen haben, wieder getrennte Wege gehen. Aber ich bin mir sicher, dass wir Kontakt halten werden, dass uns die Zeit hier sehr geprägt hat und wir diese Reihe von Erlebnissen und Erfahrungen nicht vergessen werden und mit einem Lächeln zurück blicken. Bevor die ersten jedoch abreisen, wollten wir natürlich noch unsere Ideen für unser Video  bei einem Fundive umsetzen. Wir wollten unbedingt eine Human Pyramide im Wasser aufstellen, unseren Safety-Stop Tanz auf Video festhalten, der aus einer Vielzahl von Indikatorarten besteht für die wir die Handzeichen gelernt hatten und zu guter letzt noch eine kleine Musikeinlage unter dem Meer bei dem einige ihr PCD ausgezogen haben um die Sauerstoffflasche als Trommel zu missbrauchen und andere ihre Flossen zur Gitarre umfunktioniert hatten. Also wenn das kein Fundive ist (Das Video bekommt ihr bald auch zu sehen).
Bei unserem Vorletzten Surveydive in Abu Helal fanden wir meterlange Fischerleinen vor. Tegan und ich waren sehr damit beschäftigt diese vorsichtig zu entfernen, was sich teilweise schwierig gestaltet, da manche Korallenarten mit den Fäden zusammen gewachsen sind. Ein Glück hatte Tegan ein Messer zur Hand und ein Glück haben wir beide einen sehr guten Luftverbrauch, denn unser Survey sollte natürlich nicht darunter leiden. In Abu Helal habe ich auch eine Wart Slug entdeckt, die weder im Coral Reef Guide, noch in einem speziellen Buch für Nudibranchs zu finden ist. Ich hab das Foto jetzt zu einer Spezialistin geschickt und warte auf eine Antwort. Eine neue Art entdeckt zu haben und diese benennen zu dürfen wäre großartig.
Für unsere Final Presentation blieb leider nicht mehr so viel Zeit und bestand daher zum größten Teil aus Diagrammen über die wir dann rege Diskussionen geführt haben. Es ist schwer ein Resultat aus unseren Surveys zu ziehen, da wir keine Zeit hatten diese miteinander in Verbindung zu bringen. Die Fisch- oder Invertebratdiagramme können ohne den Substrathintergrund schlecht analysiert und interpretiert werden. Dieser Aufgabe wollen sich die verbliebenden Volontäre widmen, ebenso möchten wir alle gesammelten Daten von 2006-2015 verknüpfen um eventuelle Trends erkennen zu können. 
Es war ein gelungener und schöner Abschluss mit der besten Pizza Dahabs (von Athanor), einem zusammengeschnittenen Video von Tegan über uns und unsere Zeit hier und selbstverständlich der Übergabe unseres Zertifikats. Ich danke euch allen von ganzem Herzen für diese unvergesslich schöne Zeit.

1 Tag danach: 
An dem ersten Tag nach Projektende haben wir (Tegan, Nadja, Vicky, Malte und ich) mit Nina besprochen, woran wir in der verbleibenden Zeit arbeiten möchten. Anschließend bin ich mit Jannes für seinen letzten Schnorchelgang ins Meer gehüpft und von der Bannerfish Bay nach Mashraba geschwommen. Wir haben wieder ein paar Moränen gesehen (Gray moray, undulated moray), einen großen Krokodilfisch, Skorpionfisch und unzählige bekannte Fische und Invertebraten. Beim Schnorcheln ist mir noch einmal bewusst geworden, wie viel wir in dieser Zeit gelernt haben, dass wir fast jeden Fisch den wir sehen bei Namen nennen können und trotzdem einigen begegnen, die wir dann direkt nachschlagen wollen. 
Am Abend haben einige von uns noch an dem fluorescent night dive teilgenommen. Ein absolutes Highlight unter den Tauchgängen. Ich konnte mich gar nicht satt sehen an dem roten Seegras, den leuchtenden Sandrosen, den Arten, die man normalerweise nicht sieht aufgrund ihre Transparenz und vor allem an den Korallen, die größtenteils gelb leuchten, ihre Tentakel ausbreiten und für magische Faszination sorgen. Floreszenz hat mich so sehr in den Bann gezogen, dass ich mehr darüber wissen möchte und vielleicht sogar meine Bachelorarbeit darüber schreiben werde, wir werden sehen. 

Bis bald. Sonnige Grüße aus dem Roten Meer,
Sarah

 

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Beinahe Profis - Vierter Bericht vom Dahab Reef Monitoring 2015-II
„The ocean stirs the heart, inspires the imagination and brings eternal joy to the soul.“ - Wyland

Diese Woche war auch wieder lehrreich mit wundervollen Erlebnissen. Mittlerweile haben wir alle ein Gespür für die Surveys bekommen, sind sicher im Bestimmen und auch unsere Tauchfähigkeiten sind verglichen mit den ersten Wochen sichtbar besser geworden. Ich denke wir dürfen uns nun alle mit gutem Gewissen Ecodiver/ Reefchecker nennen. Diese Woche hatte auch einen weiteren Nightdive, wo ich mein eigenes Licht ausprobiert habe und feststellen musste, dass das keine Taschenlampe mehr ist, sondern Scheinwerfer. Ich habe quasi das ganze Meer erhellt und unzählige verschiedene Krabben und Shrimps gesehen, Spanish Dancer, viele Schnecken Seesterne, schlafende Parrotfish, die sich in eine Blase einhüllen. Am faszinierendsten fand ich jedoch ins offene Meer zu leuchten und zu sehen, dass das ganze Meer voll ist mit Mikroorganismen, winzige Quallen und Würmer, die wie Feinpartikel im Meer schweben. Leider hatte ich diese Woche auch meinen schlimmsten Dive. Durch mein Substrate Survey war ich mit einer zerstörten Korallenlandschaft im Ricks Reef auf 10m konfrontiert und überfordert, weil fast alle Acroporas und andere Korallenarten Brüche und Schäden aufwiesen, eine Vielzahl der Korallen war bereits tot. Dieser Survey hat gar kein Spaß gemacht und es ist alles schief gegangen, mein Bleistift ist gebrochen, ich konnte nur mühsam schreiben, die Strömung war sehr stark und egal wo ich hingesehen habe, sah ich eine tote, kürzlich gestorbene oder geschädigte Korallen und viel zu viele Makro und Fleshy Algen. 
Bei 40 Tauchgängen innerhalb des Projekts ist es dennoch ein überragender Schnitt, wenn lediglich ein Tauchgang nicht so gut war. Einen Tag später hatten wir unseren Boattrip zu Gabr El Bend, das absolute Highlight der Woche. Wir haben das Boot zu einem Partyboot mit Musik verwandelt, Titanic Fotos auf dem Buk geschossen, wir sind vom oberen Deck direkt ins Meer gesprungen und haben unser geliebtes RSEC mit weißen Muscheln an Land verewigt. Nun kann jedes Boot das dort anlegt „RSEC AMAZING TRIPS“ aus der Ferne lesen. Noch nie habe ich so eine schöne Korallenlandschaft gesehen, sie übertrifft einfach alles was ich bisher gesehen habe. Die Schönheit des Meeres erblüht mit allen Arten von Soft Corals und ich li, la, liebe Soft Corals.
Mal sehen, was für zauberhafte Plätze und Arten in der letzten Woche des Projekts noch darauf warten von mir entdeckt zu werden.
Bis nächste Woche,
Eure Sarah
Derzeit in Dahab.

 

 

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Survey Start - dritter Bericht vom Dahab Reef Monitoring 2015-II
„We know that when we protect our oceans we’re protecting our future.“ -Bill Clinton

Endlich haben die Survey Dives begonnen. Bei den Surveys mit 10 und/oder 15 Meter Tiefe brauchen wir 2 Tauchgänge um im gesamten Transekt bei 100m Länge die Invertebraten (zb. Seegurke, Seeigel, Oktopus, Schnecke, etc.), Fischarten (Butterfly, Grouper, Wrasses, etc.), Korallen (Soft Coral, Hard Coral, Acropora, etc.) und Coral Diseases zu erfassen. Jedes Buddyteam übernimmt einen der 4 Surveys. Manche sind einfacher und schneller durchzuführen als andere. So beginnt das Fischteam immer, damit die Fische innerhalb des Transekts nicht verjagt werden und beendet den Survey auch beim ersten Tauchgang. Ich war heute im Fischteam und muss zugeben, dass es für mich einer der schwersten Survey ist, weil es am meisten Überblick erfordert, dass man keine Fische doppelt zählt und auch keine ausserhalb des Transekts bis auf eine Hand voll Fischarten, die auch ausserhalb des Transekts gezählt werden. Mag vielleicht etwas kompliziert klingen, aber die Erfassungsmethoden sind wohl durchdacht und naja Übung macht den Meister. Zum Glück stimmen meine Zählungen in etwa mit denen meines Buddys überein, denn genau das ist gerade beim Fischsurvey wichtig, da beide das komplette Transekt gemeinsam abgehen. Invertebraten macht jeder von uns am liebsten. Beim invertebrate Survey hat jeder seine eigene Seite, mit einer Breite von 2,5m und es werden Arten gezählt die sich ohnehin so gut wie nicht bewegen und meist gut gesichtet werden können. Substrate macht auch Spaß, da ploppt der eine Buddy die Bumpingline alle 0,5m entlang der Markierungen an der Transektleine und gibt per Handzeichen seinem Buddy das Substrat weiter, auf was er geplumpt ist, während dieser das Substrat (Korallenart, Sand, Stein, etc.) aufschreibt.
Morgen bin ich mit Invertebraten dran, da freue ich mich schon drauf. 
Seit dem Beginn der Surveys ist es hier noch entspannter geworden (ja es kann noch entspannter werden), da wir nicht mehr lernen müssen in unserer Freizeit. Ich hab jetzt schon meinen Advanced Open Water und Nitrox Schein in meiner Freizeit gemacht und wage mich nun an den Deep Dive. Ansonsten besteht meine Freizeit aus Freediving, Fundiving, gutem Essen und gemütlichen Abenden mit einer wundervollen Truppe auf dem Rooftop unseres RSEC Hauses oder ausserhalb in Bars/Restaurants. Gestern hatte Jannes Geburtstag, dafür haben wir auch wieder einen Plan ausgeheckt und haben ihn zur Lagune entführt, wo ein beduinisches Abendmahl bereit stand sowie ein Geocash, das Herausforderungen von Klettern über Tauchen beinhaltete, um sein Geschenk zu finden. Es ist so schön, was hier für ein Zusammenhalt herrscht innerhalb des „Wolfspacks“ und wir uns für Menschen, die wir gerade erst kennen gelernt haben, jedes Mal aufs Neue so schöne Dinge einfallen lassen um einen unvergesslichen und besonderen Geburtstag zu feiern. Es ist eine ganz besondere Zeit hier.
Bis nächste Woche,
Sonnige Grüße vom Roten Meer, 
Sarah

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Bestanden - zweiter Bericht vom Dahab Reef Monitoring 2015-II
"From birth, man carries the weight of gravity on his shoulders. He is bolted to earth. But man has only to sink beneath the surface and he is free."
— Jacques Yves Cousteau, Oceanographer
In den vergangenen Wochen wurden wir fachspezifisch für den Reef Check ausgebildet. Zu Beginn war es sehr viel Information, aber nun ist jedes Teammitglied in der Lage Coral Encrusting von Coral Sub Massive zu unterscheiden und zu erkennen ob die jeweilige Korallenart gebleached oder kürzlich gestorben ist. Denn gerade damit hatten wir so unsere Schwierigkeiten. Die verschiedenen Fische und invertebrate Arten zu benennen ist mittlerweile ein Kinderspiel und freudiges Vergnügen. Jeden Tauchgang aufs Neue stelle ich fest, wie schön die Korallenriffe hier sind, wie farbenfroh und artenreich und vor allem wie freudig es mich stimmt daran teilhaben zu dürfen. Vor kurzem habe ich mein erstes Seepferdchen gesehen und heute einen Red Sea Octopus ausserhalb seines Verstecks. Das Meer mit seinen Bewohnern ist faszinierend und magisch zugleich und jedes Mal aufs Neue lassen sich neue Lebewesen entdecken, die uns erfreuen und die wir bei Namen nennen möchten, obwohl diese für das Projekt nicht relevant sind. Das ist das Schöne hier, dass jeder von uns so interessiert ist über das Projekt hinaus lernen zu wollen.
Die Gruppe mit der ich hier bin ist unglaublich. Bis auf Teagan, die Südafrikanerin, sind alle aus deutschsprachigen Ländern (Österreich, Schweiz, Deutschland). Gestern hatte Raphael Geburtstag und nachdem wir zu Teagans Geburtstag schon den Kameltrip nach Abu Galum zu den Beduinen gemacht hatten, wollten wir dieses Mal einen orientalischen Abend auf dem Dach unseres Hauses organisieren. Als Überraschung selbstverständlich. Von einem guten Freund aus einem Shop in der Nähe des RSEC Centers durften wir Teppiche, Kissen und eine Shisha ausleihen, Teagan und ich waren für das Geburtstagsgeschenk, das Buffet und für die Getränke verantwortlich. Es hat an nichts gefehlt, wir hatten Unmengen an Falafel, Brot, Hummus, Babaganusch, Tzatziki, Milchreiskuchen (da Raphael Milchreis liebt und der Ofen zur Zeit nicht funktioniert), Salat, frischen Erdbeer- und Guavensaft, alkoholische Getränke und viele schöne Aktivitäten. Wir haben beispielsweise Henna gekauft und uns selbst „tätowiert“ und hatten neben Musik auch Instrumente zur Hand. Ich hab das Gefühl wir sind hier schon eine kleine Familie geworden, daher stand auch heute der große Hausputz an und sogar der macht Spaß wenn jeder mit anpackt.
Morgen beginnt der erste Survey Dive nachdem wir nun zwei Calibration Dives hatten um uns mit der Methode vertraut zu machen. Ich bin schon sehr gespannt und freue mich.
Du hörst bald wieder von mir, bis dahin wünsche ich dir ebenso eine schöne Zeit.
Herzlichste Unterwassergrüße, Sarah

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Angekommen - erster Bericht vom Dahab Reef Monitoring 2015-II
„The sea, once it casts its spell, hold one in its net of wonder forever.“ -Jacques Yves Cousteau.“ Nach einer langen Anreise mit Zwischenstopp in Istanbul, wo ich schon die erste Teilnehmerin Nadja kennen lernen durfte, bin ich in der Nacht vom 05.August endlich in Sharm el Sheikh gelandet. Wir wurden von einem netten Fahrer abgeholt und konnten nicht fassen wie heiß der Wind ist, der einem nachts durch die Haare fährt und welch trockene und dennoch wunderschön bergige Landschaft uns hier erwarten würde mit einem Sternenhimmel aus Tausend und einer Nacht. Als der Fahrer am Haus anhielt war ich freudig überrascht, denn das Haus gleicht eher einer Villa, in der Studenten und Studentinnen wohnen, die alle eine Leidenschaft teilen: das Meer. Lustiger weise wusste der Fahrer nicht, dass es zwei Türen gibt und da mein Schlüssel für die Hintertür gedacht ist und wir die Vordertür nicht öffnen konnten, bin ich kurzentschlossen über den Zaun geklettert um mich umzuschauen. Milka, unsere Lieblingskatze und mittlerweile Familienmitglied hat uns schnurrend und verspielt willkommen geheißen und kurz darauf durften wir die Bekanntschaft mit Vicky schließen, eine weitere Projekt-Kommilitonin mit der wir unser großes Zimmer (inklusive Bad) teilen. 
Nach ein paar Stunden Schlaf war ich hellwach und wollte mich auf Entdeckungsreise machen, unser Dive Center sehen, Nina, unsere Projektleiterin kennen lernen, das Meer und natürlich ganz Dahab umarmen. Da ich ein paar Tage vor dem Projektbeginn angereist bin, hatte ich genug Zeit, die Vielzahl an neuen Eindrücke aufzusaugen, in vollen Zügen zu genießen, zu verarbeiten und den einen oder anderen Fundive zu absolvieren. Ich bin überrascht wie nett und freundlich die Menschen hier sind, sie geben uns das Gefühl Zuhause zu sein. Bei meinem ersten Schnorchelgang konnte ich meinen Augen kaum trauen, noch nie habe ich eine so schöne, so artenreiche und so atemberaubend bunte Unterwasserwelt gesehen. Ich sah so viele verschiedene Fische, so viele Intervertebraten, Korallen, die ich bestimmen und einen Namen geben möchte. 
Am 10.August war es dann endlich soweit, alle 8 Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren angekommen und der erste Projekttag begann. Wir durften nun endlich die verschiedenen Fischfamilien und Fischarten lernen und mit Handzeichen unter Wasser bestimmen. In den folgenden Tagen kamen dann auch die Intervertebraten, Korallen und auch die verschiedenen Grade und Typen von Korallenbeschädigung hinzu. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass das alles durchaus eine ganze Menge ist, die wir für das Projekt lernen, aber es ist ein anderes lernen, denn es ist genau das was uns interessiert, und nichts macht mehr Spaß als unter Wasser zu sein und von unseren wundervollen Guides Nina und Aylin gezeigt zu bekommen, wie dieser Fisch heißt, dieser Koralle zugestoßen ist und auch unser Divelevel mit Unterwasserübungen zu perfektionieren. Das Praktikum erscheint mir also eher wie eine Mischung aus Urlaub und einem sich erfüllenden Traum und gar nicht als Arbeit, in der ich gewisse Dinge zu lernen habe und eine Kompetenz entwickeln soll, um in der Lage zu sein, diesen Coral Reef Check durchführen und zu können. Ich bin so dankbar all das hier lernen, erfahren und erleben zu dürfen.
Gestern hatten wir unseren Ersten Day-Off, der auch gleichzeitig der Geburtstag von Teagan unserem Girl aus Südafrika war. Daher haben wir beschlossen den Trip nach Abu Galum zu machen, mit dem Kamel am Strand bei Sonnenuntergang entlang zu reiten, bei den Beduinen zu Abend zu essen, in der Wüste unter dem Sternenhimmel zu schlafen und am nächsten Morgen schnorchelnd die Unterwasserwelt zu erkunden. Es war einfach zauberhaft. Viele hier macht die Hitze ein wenig müde und kaputt, Andere wie ich gehen in Ihrer Freizeit oft wieder ins Wasser zum Schnorcheln. Ich habe schon drei verschiedene Rochenarten gesehen, 4 verschiedene Muränenarten, 2 Schildkröten und bin angekommen, genau dort wo ich sein möchte. 
Ich halte euch weiterhin gerne auf dem laufenden was meine Erfahrungen und meine Erlebnisse hier betrifft, aber nun muss ich mich doch mal wieder ein paar Stunden hinsetzen und lernen, denn die praktische und theoretische Prüfung vor den Surveys steht kurz bevor.
Sonnige und freudige Unterwassergrüße, 
Sarah

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Dahab Reef Monitoring - Spring 2015 / Easter Reef Check

From February to April 2015, the Red Sea Environmental Center in Dahab welcomed and trained more than 10 volunteers to carry out the nineteenth survey of coral reefs in the northern Red Sea. German, Austrian, Spanish, Dutch and Swiss volunteers joined this project in order to get involved in the protection of the breathtaking underwater world. In collaboration with the Sinai Divers Backpackers and under the scientific supervision of Nina Milton, the multinational team collected data at six dive sites in the area of Dahab at different depths (5, 10 or 15 meters).

The Dahab Reef Monitoring Project started with some presentations and learning sessions of Reef Check indicators. Some additional indicators and damages specific to the South Sinai region and the northern Red Sea were included. To get familiar with the fishes, invertebrates, substrates and coral diseases, predation, and breakages which have to be recorded, our team carried out twice a day some underwater identification exercises. After some buoyancy training and calibration dives, we were progressively able to conduct the surveys.  It was a great experience to suddenly observe and recognize so many things underwater that we normally wouldn’t even notice. Besides the exciting feeling of learning so much in quite a short period, we got lucky; we saw some turtles, a lot of nudibranchs, including spanish dancers, a crown-of-thorns starfish, a long-nose hawkfish laying in mustard colored gorgonians, napoleons, lion fishes, octopi, giant morays, barracudas, different rays, and a lot more. But the most amazing was during a survey taking place at the Blue Hole where we saw a baby whale shark swimming peacefully along the reef!!

All in all, the results show that most fish indicators, except for butterflyfish and surgeonfish are absent or in low numbers. Few invertebrates were recorded, except for long spined sea urchins and giant clams. However, most of the giant clams recorded had small sizes. The most common diseases found on the reefs were the skeletal eroding band and skeletal anomalies, although only present in low numbers. Few bleached corals were observed, but at some sites damage to coral was frequent. A quite high amount of trash (mostly fishing nets, lines, carpets, cans, plastic bottles and bags) were sadly recorded. It was also very interesting to compare dive sites with low to high level of anthropogenic impacts. At one of the favorite dive spot of our team, Abu Helal, the coral cover reaches more than 50%, which is relatively high in comparison with the rest of the sites located in this area. The absence of infrastructures, restaurants, or hotels at proximity of this site could be one of the reasons for the healthy condition of the reef. In contrast, the heavily dived site of Moray Garden, with only 22% hard corals cover, suffers from a certain amount of coral damage (breakage and abrasion). Before carrying out the surveys, we tried to predict the situation we would find underwater by observations on land. It was surprising to discover that our expectations didn't always fit with reality. For this reason, we realized how important it is to keep conducting these Reef Check projects!

By Volunteers

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Dahab Reef Monitoring 2015-I Wochenbericht 4

Die vierte Woche unseres Monitoring Projektes starteten wir am Rick’s Reef mit einem Transekt auf 10 m. Den Tag darauf hatten wir uns einen „day off“ verdient. Einige von uns verbrachten diesen Tag mit schnorcheln und einem köstlichen Essen bei Hasanain. Franziska beschrieb Hasanains Restaurant als die Ägyptische Version von „La Dolce Vita“, was ziemlich passend ist. Wir hatten ein unglaublich gutes Essen: Mashi, Suppe, Vegetarischen Reis und zum Abschluss einen Bedouinen Tee und eine Shisha.
Wir konnten es gar nicht erwarten, dass bald Mittwoch ist, da wir an diesem Tag zum ersten Mal das berühmte Blue Hole betauchen wollten.
Es hat unsere Erwartungen übertroffen! Ein atemberaubender Abstieg in den „Bells“ durch den „Arch“ und der Blick nach unten war unglaublich: Man sah nur blau und eine scheinbar unendliche Tiefe. Die Unterwasserwelt war wunderschön: Zahlreiche Anthias Schwärme, Trevallies im freien Wasser, ein „blue spotted sting ray“, Muränen und Nachtschnecken.
Am Tag drauf hatten wir unser letztes Transekt in Moray Garden ausgelegt und am Abend ging es zu einem sehr netten Bedouinen Dinner in die Wüste. Unser Fahrer Hamed hatte ein wunderbares Mahl vorbereitet, wir durften ihm beim Brot zubereiten sogar unter die Arme greifen. Es war fast magisch, die Stille der Wüste und der Himmel voller Sterne.
Unser Glück mit dem Wetter, hatte begonnen sich zu wandeln; es schien, als würden wir die nächsten Tage gutes Wetter ohne Wind bekommen. Wir entschieden dies gleich auszunutzen und fuhren zu Tauchplätzen, dessen Einstieg nur bei guten Wetter möglich war. Also fuhren wir nach Rick’s Reef und Abu Helal.
Abu Helal ist ein sehr beeindruckender Ort, jedoch nur durchführbar bei Flut. Der Einstieg ins Wasser ist nicht ganz einfach, da es sehr flach ist. Steine und Löcher im Boden kreuzen deinen Weg und die Balance zu verlieren ist ziemlich einfach. Wenn man fällt, ist es hart wieder auf die Beine zu kommen.
Die Farbenpracht unter Wasser ist unbeschreiblich. Wir sahen unseren ersten Dornenkronen-Seestern (Acanthaster planci), auch wenn wir wussten, dass sein Vorkommen für das Riff nicht sehr gut ist, haben wir uns sehr gefreut dieses imposante Tier zu sehen.
Am Sonntag hatten wir Zeit im Office zu arbeiten und starteten mit der Analyse der Daten und der Vorbereitung unserer Präsentationen.
Die Zeit vergeht so wahnsinnig schnell, es bleibt uns nur noch eine Woche.
Wir werden Dahab vermissen.

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Dahab Reef Monitoring 2015-I Wochenbericht 3 – Vom Winde verweht
Es war wieder eine tolle Woche. Da es sehr windig war machten wir unsere Survey-Tauchgänge beim  Moray Garden. Leider war wir nicht so erfolgreich wie erhofft, aber Nina versicherte uns es sei okay. Weil es so kalt ist, wurde entschieden das wir die Surveys teilen würden und die Tauchzeit auf 60 Minuten zu beschränken. Darum ging es am nächsten Tag auch wieder zum Moray Garden, der seinem Namen leider nicht gerecht wird. Es ist einer der Tauchplätze der stark durch Taucher belastet ist. Am Mittwoch war unser day-off. Ein Teil der Leute ging Schnorcheln während die anderen zu Hause entspannte und Wäsche Wuschen. Nach dem wir so viel Zeit in Morray Garden verbrachten freuten wir uns sehr auf unseren Bootsausflug nach Gabr-el-Bint. Da, wie so oft, die Bedingung nicht gut waren für den Survey machten wir fun-dives an diesem außergewöhnlich gut erhaltenen Tauchplatz. Beim zweiten Tauchgang fand wir dann auch noch einen Lana-Büba (Langnasen-Büschelbarsch) in einer senffarbenen Gorgonie die sehr groß war. Wir belohnten uns mit einem leckeren Barbecue, da es Nils letzen Tag war. Unser ägyptischer Tauchführer waren natürlich auch eingeladen und machten uns Reis auf ägyptische Art, der ausgezeichnet ist. Was war ein super Abend.

Da einige Taucher aus fielen wurde Substrate nur von einem gemacht und Nina half im Coral Damage, da wir jetzt auch schon einige Erfahrung hatten, machten wir das ohne Probleme. An unserem zweiten Day-off gingen wir alle zusammen nach Ras Abu Galum. Der Ausflug führte uns eine Stunde auf dem Kamel entlang der Küste zu einem schönen Schnorchel Platz und leckerem Beduinen Essen. Da es auch an diesem Tag windig war traute sich nur jemand nochmals ins Wasser und konnte dafür einen jagenden Tintenfisch beobachten. Auf dem Rückweg lud uns unser beduinischer Fahrer zu sich nach Hause ein, wo uns Tee und frisch gebackenes Brot serviert wurde und wir seine Familie kennen lernten. 
Memo an mich:  Auch Trockis schützen einem nicht vor Erkältungen im ägyptischen Winter.
Franziska

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Dahab Reef Monitoring 2015-I Wochenbericht 2

Diese Woche hat Nina unser bereits angeeignetes Wissen über die Indikatorarten des Riffes in einem Test abgefragt. Das für die Richtigkeit der Ergebnisse der späteren „Surveys“ wichtig. Dafür mussten wir die typischen Fisch-, Invertebraten- und Korallenindikatoren, sowie deren Schäden in mehreren Test identifizieren. Dazu gehörte ein Bilderkennungstest, als such ein praktischer Test unter Wasser. Nach 2 Wochen harter Arbeit haben wir diese alle direkt bestanden und sind nun bereit das Monitoring selbst durchzuführen. Trotzdem müssen wir noch viel üben und daher haben wir mit den sogenannten Kalibrierungstauchgänge angefangen. Das bedeutet, dass wir die Aufnahmeprotokolle vorbereiteten, die Transektmarkierung ausgelegten und den Ablauf des Monitorings praktisch unter Wasser übten. Jedes Buddy-Team war für eine indikatorgruppe zuständig und nahm alles entsprechend dem Monitoring im Transekt auf. Überraschenderweise gab keine Zusammenstöße unter den verschiedenen Teams und jeder wusste was zu tun war, sodass Nina sehr stolz auf uns war. Aber es wurde auch klar, dass es nicht so einfach ist sich auf so viele Dinge gleichzeitig zu konzentrieren. Am schwersten zu erkennen waren die Korallenschäden und wahrscheinlich brauchen wir dabei auch noch einige Zeit Ninas Unterstützung.


Nach so harter Arbeit hatten wir auch einen „Day off“, den wir mit schnorcheln verbrachten. Das war sehr entspannend und wir sahen viele interessante Dinge. Unter anderem begegneten wir einem riesigen Kugelfisch, mehreren für das Rote Meer typischen Feuerfischen, sowie einem Tauchschüler der keine Kontrolle über seine Tarierung hatte, weil er mehr damit beschäftigt war sich selbst zu filmen.


Für heute organisierten wir einen Riffreinigungstag und sammelten unter Wasser denn herumliegenden Müll ein. Das hat viel Spaß gemacht, da jeder ein Sammelnetz bekam, mit dem wir allen Müll den wir fanden einsammeln konnten. Nebenbei haben wir unerwarteter Weise unser erstes Seepferdchen und eine große Grüne Schildkröte gesehen, die ganz in Ruhe Seegras fraß. Wir fanden auch einen sehr gut getarnten Skorpionfisch an einem Stein und ein sehr neugieriger Feuerfisch begleitete uns eine Weile. Wir sammelten einige merkwürdige Dinge, unter anderem diverse Teppiche, ein Kissen und eine Steckdose. Die Sammelaktion gefiel allen sehr gut und jeder hatte das Gefühl etwas zum Naturschutz beigetragen zu haben.

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Dahab Reef Monitoring 2015-I Wochenbericht 1

Vorab: Es ist wunderschön hier!
Ich bin am zweiten März mitten in der Nacht hier in Dahab angereist. Ein sehr netter Fahrer hat mich am Flughafen in Sharm el Sheik abgeholt. Ich war von diesem langen Flug immer noch so müde, dass ich im Auto sofort eingeschlafen bin. Aufgewacht bin ich dann in Dahab und das Erste was mir ins Auge sprang war die beeindruckende Landschaft von Ägypten. Die Berge wurden beleuchtet von der Sonne, es war einfach nur schön:
Ich habe es als ein herzliches Willkommen in Dahab aufgefasst.
Am Morgen traf ich dann alle Leute im RSEC Haus. Durch die Bank weg alles sehr nette und absolut motivierte Menschen. Aus verschiedensten Ländern sind sie angereist: Schweiz, Deutschland, Spanien, Niederlande oder Österreich, alle mit dem gleichen Ziel an diesem Projekt mitzuarbeiten und etwas Gutes für die Unterwasserwelt zu tun.
Diese Woche starteten wir mit dem Reef Check Monitoring Project. Am Anfang mussten wir verschiedenste Indikatoren lernen. Für das Projekt ist es wichtig verschiedene Fischfamilien, Invertebraten und Kategorien von Korallen kennen zu lernen. Außerdem haben wir verschiedenste Korallen Krankheiten kennen gelernt. Sicher es ist ziemlich schwer alles zu lernen, gerade nach zwei Tauchgängen und einer Präsentation sind alle von uns sehr müde und fertig. Am Ende des Tages fallen alle gegen neun ins Bett. All die Arbeit ist es aber wert, wenn man Unterwasser geht und auf einmal die Fische erkennt oder einen der anderen Indikatoren, dann ist man zufrieden und auf einmal bemerkt man mehr und mehr anderer faszinierender Dinge. Zum Beispiel einer Pyjama Schnecke oder einem „Racer Wrasse“, welcher manchmal unerwartet in dem Sand verschwindet.
In dieser Woche waren alle Tauchgänge sehr schön. Unser Instruktor Nina hilft uns bei der Identifizierung der Tiere. Außerdem haben wir im Laufe der Zeit Handsignale gelernt, um Unterwasser kommunizieren zu können: Schaut ziemlich lustig aus. Wir müssen eigentlich gar nicht mehr miteinander reden, die Handsignale reichen.
Heute ist ein freier Tag. Es ist gut für uns, ein bisschen freie Zeit zu haben, damit sich alle Eindrücke setzen können. Ich kann es aber kaum erwarten mehr zu sehen und mehr zu lernen über das tropische Korallenriff und seine Bewohnern. Dieses Projekt ist sehr wichtig und hilfreich für die Zukunft, wir sind alle sehr dankbar ein Teil von diesem Projekt zu sein.
Sandra

Oris Scholars 2015

Our three Scholars of this DRM project.

 

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Dahab Reef Monitoring 2014-II - Bericht

Hi Leute! Nach zwei Wochen Training sind wir jetzt endlich soweit und können morgen mit den Untersuchungen der Tauchgebiete hier in Dahab beginnen. Während der ersten Woche haben wir vormittags die verschiedenen Indikatoren (Fische, Invertebraten) beigebracht bekommen. Außerdem haben wir die Korallentypen und -gattungen für die Untersuchung des Substrats und der Schäden an den Korallen gelernt. Danach haben wir die Theorie dann unter Wasser praktisch angewandt. In der zweiten Woche haben wir geübt, die Untersuchungen durchzuführen. Insgesamt war das Training schwerer als erwartet, allein schon, weil manche Korallen und Fische viel schwerer zu erkennen oder zu unterscheiden sind, als wir angenommen hatten. Nina ist sich jedoch sicher, dass wir endlich bereit sind, die richtigen Untersuchungen durchzuführen ;-)

Das Tauchen selber ist für einige von uns am Anfang eine richtige Herausforderung gewesen, denn wir hatten nur den OWD-Tauchschein. Während der letzten zwei Wochen haben wir uns aber stark verbessert, sodass keiner mehr eine Gefahr für die Korallen darstellt. Das ist sehr wichtig! Die Tauchgebiete sind sehr schön. Die Korallenriffe sind wirklich sehr faszinierend. Aber obwohl wir die Untersuchungen noch nicht begonnen haben, können wir schon erkennen, dass die anthropogenen Aktivitäten den Korallenriffen schaden. Bei einigen Tauchgängen haben wir uns dennoch sehr gefreut, eine Schildkröte, einen gefleckten Adlerrochen, einen Blaupunktrochen und einen riesigen Napoleon-Lippfisch (ca. 1,10 m) zu sehen.
Dahab ist eine sehr kleine und ruhige Stadt. Den Schaden jedoch, den der Terrorismus und auch die Revolution der lokalen Wirtschaft zugefügt hat, ist leicht zu erkennen. Nina hat uns erzählt, wie voll die Tauchgebiete und die Restaurants vor einigen Jahren noch waren. Aber das ist schwer vorzustellen, denn heute ist es überall sehr leer. Die Geschäftsinhaber oder Verkäufer versuchen immer, uns als Kunden zu gewinnen, indem sie uns immer wieder ansprechen, egal wie oft wir schon an dem Laden vorbei gegangen sind. Es muss echt schwer für die lokale Bevölkerung sein, über die Runden zu kommen, da sie sehr stark vom Tourismus abhängen. Auch Investoren scheinen auszubleiben. Viele Häuser und Hotels sind noch im Bau und das schon seit Jahren. Einige von ihnen werden wahrscheinlich auch nie fertig gestellt werden.

Wir alle jedoch mögen Dahab und verstehen nicht wirklich, warum keine Touristen mehr kommen. Hier ist es überhaupt nicht gefährlich. Die Menschen hier sind sehr freundlich, hilfsbereit und entspannt. Viele von ihnen verstehen gut Englisch. Das Essen mögen wir sehr. Es ist sehr günstig, zumindest für uns. Ansonsten haben wir noch vor, einige Ausflüge zu machen (z. B. Coloured Canyon, Nabq, etc.). Gestern haben wir zum Abschied von Sebastian auf dem Dach gegrillt.

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5. Wochenbericht - Dahab Reef Monitoring Projekt 2014-I

Langsam neigt sich unser Projekt dem Ende entgegen, die Tage werden warmer und die Leute im RSEC Gästehaus weniger. Die häufig wechselten Wetterbedingungen haben es uns schwierig gemacht, immer nach Plan vorzugehen, aber wir haben das ganz gut gemeistert, indem wir flexibel geblieben sind. Die restlichen Tage haben wir mit Schreibarbeiten und “Just-for-fun”-Tauchgängen gefüllt. Im Moment arbeiten wir an einem allgemeinen Bericht für die Reef Check Webseite und an einem allumfassenden Bericht, der die Ergebnisse der Reef Checks in dieser Gegend der letzten 8 Jahre miteinander vergleicht.
Anfang dieser Woche haben wir unsere Survey Dives in Abu Helal gemacht, wo uns ein wunderschönes Riff und gute Bedingungen zum Tauchen erwartet haben. Nur der Einstieg am Riffplateau war nicht einfach, gerade mit Tauchausrüstung. Da wir mittlerweile etwas weniger Teilnehmer sind und Nina leider einige Tage nicht mit uns tauchen gehen konnte, haben wir es geschafft, den „Islands“-Survey Dive mit nur vier Leuten zu managen. Dank guter Bedingungen, hervorragender Sicht und einem mittlerweile gut eingespielten und ziemlich professionellen Team haben wir es geschafft, die Daten zu vervollständigen. Leider mussten wir den ersten Versuch „Islands North“ zu untersuchen bereits nach 10 Minuten abbrechen, da schlechte Sichtverhältnisse und eine zu starke Strömung unsere Arbeit unmöglich gemacht haben. Den Tag darauf starteten wir mit einem Tauchgang am Blue Hole um abzuwarten, ob sich die Wetterverhältnisse am Nachmittag bessern würden. Leider war dies nicht der Fall, und wir mussten den Tag mit zwei wundervollen, 30 Meter tiefen Tauchgängen verbringen, umgeben von surrealen Unterwasserlandschaften, dunklen Überhängen und beeindruckenden Weichkorallen.
Es scheint, als würden mittlerweile wieder mehr Touristen nach Dahab kommen. Während die Restaurants zu Beginn unseres Aufenthalts ziemlich leer waren, sind mittlerweile immer mehr Reisende zu finden. Offensichtlich eine gute Entwicklung für die ansässige Bevölkerung. Wegen der Reisewarnungen neben der ohnehin schwierigen politischen Lage haben die Geschäftsleute hier ziemlich zu kämpfen.
Allem in Allem war unser Projekt sehr erfolgreich und der Bericht mit den Daten  der vergangenen Jahre verspricht interessant zu werden. Wir möchten uns bei allen bedanken, die für ein gelungenes Projekt und eine wundervolle Zeit hier gesorgt haben, besonders bei Nina, unserer großartigen Projektleiterin und beim gut organisierten und unterhaltsamen Team der Sinai Divers Backpackers.

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RSEC Fieldstation Dahab
Weekly Volunteer report:  22-28.03.2014

Volunteers: Christian Jessen, Christian Hofinger, Nina Röder, Fee Zanke, Laurent Guyard  (and partially Maria Suplicki and Voelker Soltys  who left on Thursday and Friday respectively).

During this week the Reef Check Monitoring program continued under the supervision of Nina Milton. The somewhat strong wind conditions did not allow carrying out every day all the dives at the intended locations.
It could be managed to complete surveys at Gabr-el-Bint, Blue Hole, Ricks Riff and Lighthouse, which were less exposed to dominant winds.
Many reefs were impacted by the recent floods since large substrates areas were still covered to a large extent by sand and/or silt and the overall visibility remained below average. It can be feared that hard corals will start to bleach in the most exposed locations but no observations could yet be ascertained.
The outside temperature increased every day during the week showing the on-going seasonal transition towards summer. The water temperature remained stable at 22oc though, which fortunately enabled not to add another stress factor to the already impacted corals and invertebrates.
Regarding the fauna and based on individual long term observations, it seems that local fish stocks are not as abundant as in the past years. Very little sizeable fish can be currently observed (i.e no large grouper, few sweetlips, few angel fish, few snappers). A couple of humphead wrasses could be seen fortunately. When talking to inhabitants and observing local behaviors, It could be assumed that this situation may be resulting from the low level of tourism (since the beginning of the arab revolution) providing less revenues for locals and thus  forcing part of the population to live more intensively on seafood. 
The volunteer team has undertaken to write a long term monitoring report analyzing the available RSEC data over the last 7 years. This report should be made available within the coming 3 weeks. Data are currently being compiled in one single spreadsheet. Introduction and methods are being drafted. The discussion will be structured following full data analysis. We hope to be able to find some explanations to our questions and substantiate current assumptions. 

29.03.2014 By Laurent Guyard

 

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Wochenbericht Dahab Reef Monitoring Projekt 2014
Woche 3: 15.03.2014 – 21.03.2014
15.03.: Der Tag startete spät, da nur ein Survey-Dive und dafür am Abend ein Fluoreszenz Nachttauchgang geplant war. Wir trafen uns um 01:00 bei der Tauchbasis und erfuhren dort von Nina, dass die Plan auf Grund der Wetterbedingungen (zu starker Wind) geändert werden musste. Anstelle der Islands fuhren wir den Tauchplatz „Canyon South = Coral Garden“ an.
Da wir Schwierigkeiten hatten durch den polizeilichen Checkpoint zu kommen, verzögerte sich der Tauchgang um weitere 90 Minuten. Wir konnten dann die Arbeit zwar erfolgreich beenden, froren aber auf Grund des Winds und der fortgeschrittenen Stunde so stark, dass wir den Fluoreszenzdive um einen Tag verschoben.

16._03.: Eigentlich hatten wir diesen Tag frei, aber durch die Verschiebung des Fluoreszenztauchgangs begannen wir den Tag mit einer kurzen Präsentation über Fluoreszenz von Christian Jessen.
Anschließend ging jeder seiner Wege, einige nahmen Windsurfstunden, einige nützten auch den freien Tag zum Tauchen, der Rest ruhte sich aus.
Für die meisten von uns war der Fluoreszenztauchgang eine komplett neue Erfahrung: Zusätzlich zur Tatsache, dass bei so einem Tauchgang ohnehin weniger Licht zur Verfügung steht, erschwerte die durch den vorangegangenen Regen eingebrachte Sedimentation die Sicht und damit die Orientierung. Trotzdem genossen wir es die Unterwasserwelt in einem ganz anderen Licht zu erleben

17.03.: Endlich ein Tag, an dem die Surveys wie geplant in Um Sid stattfinden konnten. Wir sind nun ein richtig eingespieltes Team und arbeiten auch unter Wasser sehr gut zusammen. Es ist aus meiner Sicht als Tauchlehrer schön, die taucherische Entwicklung auch unserer anfangs ungeübterer Kollegen mitzuerleben!

18.03.: Nach dem üblichen Briefing für den Tag durch Nina fuhren wir zu den Islands, um dort unsere Arbeit auf 10m zu starten. Leider klemmte das Reel sodass die Transectleine nicht ausgerollt werden konnte. Wie sich aber einige Minuten später herausstellte hätte die heftige Strömung die Arbeit sowieso unmöglich gemacht. Folglich genossen wir für den Rest des Tauchgangs die wunderschönen Korallengärten dieses Riffs.
Anstelle eines 2. Tauchgangs bei Islands fuhren wir zu den Backpackers zurück und starteten einen Müllsammeltauchgang in der Bannerfishbay. Die Bedingungen waren nach wie vor sehr schlecht, die Topographie auf Grund des Sedimenteintrags verändert, das Seegras völlig von einer dicken Schicht Schlick bedeckt. Irgendwie erinnerte mich dieser Tauchgang an unsere Seen zur Algenblüte im Hochsommer.
Wir hätten noch wesentlich mehr Netze mit Müll füllen können. Meiner Meinung nach sind solche Clean up dives nur ein Tropfen auf den heißen Stein, da der Wind von der Wüste her immer wieder Plastik- und anderen Müll einträgt. Ich glaube dieses Problem kann nur durch entsprechende Bildungsprogramme wirklich in den Griff bekommen werden.
Ein Kamelritt in die Wüste, eine kurze Wanderung durch ein immer enger werdendes Wadi bis zum Talschluss und ein anschließendes Beduinendinner unter dem Sternenhimmel rundeten den Tag perfekt ab.

19.03.: Dieser Tag war frei und wir verbrachten ihn wie üblich. Ein Teil verbesserte die Windsurffähigkeit, ein Teil tauchte, ein Teil ruhte sich aus. Der Abend klang bei einem Fußballspiel mit einer Shisha gemütlich aus.

20.03.: Wieder ein Tag an dem wir einen Tauchplatz vollständig erledigen konnten: Im  Moray Garden beendeten wir sowohl den 10m als auch den 5m Transect. Leider ist auch hier ein sehr großer Sedimenteintrag auf Grund des vorangegangenen Regens fest zu stellen. Die großen Schnorchelgruppen, die hierher geführt werden tragen dazu sicher auch noch einiges bei. Gerade in den ersten beiden Abschnitten des Transects mussten wir bei sehr schlechter Sicht arbeiten.
In der Nacht ist ein weiterer Teilnehmer zu uns gestoßen: Laurent Guyard.

21.03.  Um Laurent eine Möglichkeit zum Eintauchen zu geben führten wir unseren Tauchgang bei Lighthouse durch ohne jedoch Daten aufzunehmen. Anschließend begannen einige mit der Sammlung von Daten für den Endbericht, andere nützten den Tag für einen weiteren Tauchgang.
Trotz der nicht ganz optimalen Wetterbedingungen liegen wir noch gut im Zeitplan und werden das Projekt mit Sicherheit zu Ende führen.

By Christian Hofinger

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Dahab Reef Monitoring 2014-I, Bericht 2. Woche

So, nun ist auch die zweite Woche hier in Dahab vorbei. Auch diese war sehr erfolgreich und aufregend, denn wir haben nach viel theoretischen Präsentationen und Übungen mit den Surveys angefangen und haben eine Springflut aus den Bergen miterlebt.
Das Wetter war am Anfang der Woche ungewöhnlich schlecht für Dahab, es hat sogar geregnet! Doch was in Deutschland nur ein durchschnittlicher Sommerregen ist, hat in der Wüste schlimmere Auswirkungen. Da der Boden kein Wasser aufnehmen kann, fließt alles Richtung Meer und reißt dabei viel mit sich. In Dahab kam ein großer Strom aus schlammigen Wasser und Müll an, der den Verkehr zum Erliegen gebracht hat und außerdem zwei halbe Restaurants ins Meer gerissen hat, zusammen mit all dem Müll der überall herumliegt. Die komplette Bucht war braungefärbt, mit unter einem Meter Sicht. Wo früher Korallen und Seegrasswiesen waren ist jetzt leider eine Schlammschicht. Aber zum Glück war das nur in der örtlichen Bucht so, fast alle anderen Tauchplätze sind davon verschont worden.
Zwei Tage danach haben wir unsere ersten Survey gemacht, an einem Tauchplatz der sich „The Islands“ nennt. Es lief von Anfang an sehr gut, wir hatten über die Woche kaum Probleme unter Wasser, egal ob es um die Erkennung von Indikatorfischen geht oder die Unterscheidung der verschiedenen Substrate.
Über die ganze Woche haben wir ganze acht Surveys an vielen verschiedenen Riffen geschafft, eines schöner als das Andere. Der aufregendste Survey war vermutlich an einem Tauchplatz, der sich „Um Sid“ nennt. Nicht nur das Riff schimmert einem in allen Farben entgegen, auch haben uns um die 30 Nasendoktorfische begleitet, alle über 50 cm groß, und ein riesiger Schwarm von ungefähr 500 Füsiliere sind um uns herumgeschwommen.
In der Woche haben wir außerdem einen Fundive zum Blue Hole gemacht, an unserem freien Tag. Der Tauchgang war super, zuerst schwebt man an der Außenseite des Blue Holes durch einen Kamin hinunter auf 30 m und schwimmt dann an der Außenwand entlang immer höher, bis man zu einem Sattel kommt, über den man in das eigentliche Blue Hole schwimmen kann. Es ist sehr beeindruckend, dieses tiefe blaue Loch unter sich zu sehen und gleichzeitig zu wissen, dass die Küste nicht mehr als 70 m entfernt ist.
Die allgemeine Stimmung in der Gruppe ist super, alle passen irgendwie zueinander und wir haben viel Spaß, ob jetzt Unterwasser oder abends wenn wir essen gehen. Auch in Dahab ist die Stimmung sehr gut, man fühlt sich gar nicht gefährdet, es sind immer mehr Touristen hier und das Sicherheitsrisiko ist sehr klein.
Nächste Woche geht es dann weiter mit den Surveys, hoffentlich spielt das Wetter mit und es wird nicht zu kalt oder zu windig, sodass wir alle Tauchgänge wie geplant machen können.

Viele Grüße aus Dahab,
Die Volontäre des DRM2014-I

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Dahab Reef Monitoring 2014-I, Bericht 1. Woche

Nun ist die erste Woche des Dahab Reef Monitoring Projektes vorbei und wir kommen endlich mal dazu eine kleine Zusammenfassung der Ereignisse zusammen zustellen. Leider haben die politischen Entwicklungen und die Teilreisewarnungen des Auswärtigen Amtes kurz vor Start des Kurses die Gruppengröße um die Hälfte reduziert. Die Leute die dann langsam eintrudelten waren sehr froh als feststand, dass der Kurs stattfinden kann, wenn auch nicht in dem ursprünglich geplanten Umfang. Als Anpassung an das kleinere Team mussten wir die ausführlichen Untersuchungen des Dahab Reef Monitorings zu einer „normalen“ Reef-Check Untersuchung reduzieren. Das heißt, dass wir beim Bewerten der Riff-Gesundheit weniger Details aufnehmen können, jedoch alle Riffe besuchen werden, um so den jahrelangen Datensatz erweitern zu können.
Die erste von 5 Wochen haben wir sehr erfolgreich beendet, was mit Sicherheit auch an der bunten Zusammenmischung des Teams liegt. Neben der Stationsleiterin des RSEC mit langjähriger Erfahrung vieler vorangehender Kurse, besteht unsere Truppe aus einem sehr erfahrenen Tauchlehrer aus Österreich, vier motivierten Studierenden aus den Biologie- und Umweltwissenschaften und einem promovierten Korallenriffökologen.
Während der ersten Tagen, als wir auch noch nicht wussten, ob der Rest der Gruppe anreist, hatten wir manchmal ein etwas mulmiges Gefühl, denn das Auswärtige Amt hatte keine direkten Gründe für die Verschärfung der Teilreisewarnung angegeben, und als frisch Angereiste konnten wir die Situation auch nicht gut einschätzen. So setzten wir uns täglich zusammen, besprachen die Lage und vereinbarten, dass wir unseren Aufenthaltsradius größtenteils auf das RSEC-Haus und die Tauchbasis beschränken. Mit den Tagen gewöhnten wir uns aber an die Lage, wobei die lockere Atmosphäre in der Stadt und die Anwesenheit von anderen Tauchern und Familien sehr dazu beitrugen.
Gelernt haben wir auch schon jede Menge. Durch Powerpoint-Präsentationen und UW-Training von Nina haben wir schon die wichtigsten Indikatorarten der Fische und Wirbellosen für die bevorstehenden Untersuchungen gelernt und geübt, wie man die unterschiedlichen Substratbedeckungen unterscheiden kann. Außerdem hat der Korallenriffökologe uns eine Einführung in die Welt der Algen geben, welche Gruppen es gibt und welche wichtige Rolle sie spielen.
In der nächsten Woche wird es jetzt Ernst, denn es stehen nun die Ausfahrten an, bei denen wir die ersten Riffe unter die Lupe nehmen. Wir sind alle schon sehr gespannt.
Beste Grüße aus Dahab
Die Volontäre des DRM2014-I

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Das Dahab Reef Monitoring Projekt am RSEC in Dahab, Ägypten
Vom 28.02.2013 bis zum 04.04.2013 wurde das diesjährige Dahab Reef Monitoring, eine erweiterte Form des Reef Checks,  in Dahab, Äypten durchgeführt. Sieben freiwillige Helfer/-innen wurden zunächst im Bezug auf die für Reef Check wichtigen Indikatoren trainiert. Es folgten einige Bestimmungsübungen unter Wasser, sowie einige Trainingseinheiten zur Verbesserung der Tarierung.

Bei dem Reef Check konnten die Tauchplätze Islands South, Islands North, Moray Garden, Lighthouse, Rick’s Reef, Canyon South, Blue Hole und Abu Hilal untersucht werden. Dabei wurden jeweils die Tiefen 5 und 10 Meter bearbeitet, außer Canyon South, wo aufgrund starker Strömung nur das 10 Meter Transekt durchgeführt wurde.
Das Dahab Reef Monitoring Projekt wurde erstmals 2006 in Dahab durchgeführt, seit einigen Jahren sogar zweimal jährlich. Ein Vergleich der Daten zeigte, dass Indikatorfische in ihrer Abundanz an den Tauchplätzen Islands South, Islands North, Rick’s Reef und Moray Garden abnahmen. Grouper aus der Größenkategorie über 30 cm waren in diesem Jahr an keinem der Tauchplätze mehr vorhanden. Auch andere Fische wie z.B. Napoleon, Muränen oder Besenschwanz-Lippfisch zeigten eine geringere Abundanz in diesem Jahr. Das Fehlen von Groupern ist möglicherweise ein Resultat der Fischerei, da sie oft in den Restaurants angeboten werden.

Andererseits ließ sich ein positiver Trend für die Riesenmuschel Tridacna sp. feststellen. Viele Tauchplätze zeigten eine Zunahme von Individuen in verschiedenen Größenkategorien, wohingegen 2006 größtenteils Individuen in der Größenkategorie kleiner 10 cm gefunden wurde.

Abschließend lässt sich festhalten, dass es eine tolle und lehrreiche Erfahrung war und gleichzeitig ein gutes Gefühl gibt etwas Sinnvolles für den Schutz der Korallenriffe zu tun. Mehr Infos zu Reef Check gibt es unter www.reefcheck.org oder www.reefcheck.de.

DRM2013 Team

 

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Dahab Reef Monitoring 2013-II, Woche 5:

Unsere letzte Woche in Dahab neigt sich langsam dem Ende zu und mit ihr das Dahab Reef Monitoring Projekt. Zeit für ein kurzes Resumee: 4 Wochen Reef Checking, 7 unterschiedliche Untersuchungsstandorte, mehr als 50 Transekte, unzähliche Eindrücke und massig Spaß unter der dahab‘schen Sonne. Wir beendeten unser Projekt am “Lighthouse”- Riff mit dem 5m-Transekt unter etwas kabbeligen Bedingungen. Da dieser Tauchplatz im Zentrum von Dahab liegt und somit leicht zugänglich, ist er meist stark frequentiert und so wählen wir die frühen Morgenstunden um die Massen an Tauchern zu umgehen. Überhaupt sind die Besucherzahlen seit unserer Ankunft Anfang September leicht angestiegen und wir gehen nicht mehr durch völlig leere Straßen. Glücklicherweise stand auch noch ein Bootsausflug mit dem Team von Sinai Divers Backpackers auf dem Programm bevor wir uns an das Auswerten der gesammelten Daten machten. Am Ende präsentierten wir unsere Ergebnisse Nina, unserer Projektleiterin und versuchten mögliche Gründe zu Suchen und Zukunftsperspektiven zu diskutieren.

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Dahab Reef Monitoring 2013-II, Woche 4:

Und schon wieder eine Woche vorbei. Es folgten weitere Survey-Dives, die sich auch leider schon langsam dem Ende neigen. In der Vorwoche hatten wir ein Unterwasser Clean-up dive, doch diese Woche haben wir beim Blue Hole (Tauchplatz) nach unseren Surveys Müll gesammelt. Was traurig war, da unsere Müllsäcke innerhalb von 10 Minuten bereits voll waren.
An einem Abend hatten wir unseren ersten Fluoreszenz Night-Dive in der Bannerfish-Bucht. Ausgestattet mit speziellen Lampen und super coolen Filter Brille haben wir uns das Unterwasserleben bei Nacht und mit Farbe angeschaut. Man glaubt gar nicht, dass es so viele Lebewesen unter Wasser gibt, die sich Fluoreszenz zu Nutze machen. EDGAR, der Feuerfisch, hat uns verfolgt und dafür gesorgt, dass uns nichts passiert ;). Auch unsere alten bekannten haben wir wieder gesichtet, wie Seenadeln, Anemonenkrebse, Einsiedlerkrebse, Nacktschnecken und auch der gelbe Anglerfisch.
Man kann sagen, dass wir die Surveys jetzt schon ohne viel darüber nachzudenken machen. Es wurde zur Routine und das in einem positiven Sinn. Es macht wirklich viel Spaß. Wir werden jetzt die nächsten Tage damit verbringen, unsere gesammelten Daten in Grafiken darzustellen und unser Hirnschmalz verwenden, warum es eventuell Unterschiede des Bestandes im Vergleich zu den Vorjahren gibt. Trotz unserer kleinen Gruppe, haben wir es geschafft genug Daten aufzunehmen. Wir sind schon sehr auf unsere Resultate gespannt und hoffen, dass sich der Tourismus-Rückgang positiv für das Riff ausgewirkt hat.

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Dahab Reef Monitoring 2013-II, Woche 3:

Seit letzter Woche Mittwoch ist wieder einiges passiert. Donnerstag, Freitag und Samstag verbrachten wir wieder mit Survey Dives an verschieden Dive Spots in und um Dahab. Mittlerweile sind wir schon ein eingespieltes Team und trotz der wenigen Volontäre kommen wir gut voran und schaffen immer alles, was wir uns vornehmen :-) Mit jedem Tauchgang werden wir sicherer und besser und unsere Survey Dives machen sehr viel Spaß.

Gestern sind wir  mit der Gazhala VI nach Gabr-el Bint gefahren. Neben uns vom RSEC waren auch noch einige andere Taucher mit an Bord. Mit Ninas Hilfe konnten wir unseren Survey Dive in 10m Tiefe in einem einzigen Tauchgang fertigstellen und hatten somit Zeit die Gruppe auf zwei weiteren Fun Dives zu begleiten. Wir hatten viel Glück: Zwei Schildkröten, davon eine Hawksbill, die sich gemütlich auf den Korallen ausruhte und dann langsam davonschwebte. Die Korallenriffe waren in einem tollen Zustand und auch die Fische schienen hier deutlich mehr und größer zu sein. Die Tauchspots sind nur per Boot erreichbar und man merkt deutlich, dass es Dank des weitaus geringeren Einflusses des Menschen verglichen mit den Hausriffs hier in Dahab, der Flora und Fauna des Meeres deutlich besser geht. Wir hatten auch noch das Glück eine riesige Giant Moray zu sehen, die gerade von einer Cleaner wrasse geputzt wurde und uns neugierig aus ihrem Höhle begutachtete.

Nach einen wundervollen Tag und gespickt mit tollen Erinnerungen, hatte wohl keiner mehr damit gerechnet, dass wir heute noch mehr Glück haben sollten. Auf dem Weg zurück rief der Kapitän plötzlich „Dolphins, dolphins!“. Alle rannten zum Bug des Schiffes und erst entdeckten wir einen, dann zwei und schließlich schwammen fünf Delfine in der Bugwelle unseres Schiffes, inklusive eines kleinen Baby Delfins. Die Fünf schienen es zu genießen - wir feuerten sie mit lauten Pfiffen an (anscheinend mögen sie das) und ab und an sprang der ein oder andere aus dem Wasser und zeigte sein unglaubliches Geschick im Element Wasser. Nach einigen Minuten zogen sie wieder davon und ließen staunende und glückliche Menschen zurück. Wow – was für ein Erlebnis! Ich denke, keiner, der auf dem Boot war, wird diesen Tag vergessen.
Heute Morgen trafen wir uns an der Tauchschule, um hier im Bannerfish Bay (vor unserer Haustür sozusagen) einen Clean-up Dive durchzuführen. Die Regeln sind leicht: Jeder hat ein großes, verschließbares Netz und versucht so viel Müll wie möglich einzusammeln. Man staunt, was man dabei so alles findet: von Zigarettenstummeln über Schuhe bis zu Plastiktüten. Eigentlich so ziemlich alles dabei – sehr traurig, wenn man darüber nachdenkt, dass wir hier an einen winzigen Fleckchen der Erde sind und allein hier schon so viel Zeug aus dem Meer holen. Das Highlight dieses Tauchgangs war dann noch unser Zusammentreffen mit einem stattlichen Napoleon, der uns gemächlich um schwamm, uns dann wohl als uninteressant abstempelte und wieder allein von Dannen zog.

Heute Abend steht endlich unser erster Nacht-Tauchgang auf dem Plan. Wir hoffen (wie immer) auf tolle Erlebnisse unter Wasser und freuen uns auf die kommenden Tage :-)

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Dahab Reef Monitoring 2013-II, Woche 1 + 2:

Die ersten zwei Wochen in Dahab sind wie im Flug vergangen. In der 1. Woche hat Nina uns alles über die Korallen, Krankheiten, Fische und Invertebraten, die es rund um Dahab gibt, beigebracht. Ab dem Moment wo sie uns dann auch noch zeigte, wie wir am Besten kopfüber tauchen ohne irgendetwas zu beschädigen, hingen wir jeden Tauchgang nur noch in der typischen RSEC Pose um ja nichts zu verpassen. Da wir dabei total konzentriert waren, war es gut, dass wir Nina als wachsamen Guide immer dabei hatten, die uns die Sting Rays, Oktopusse und anderen Sachen, die wir so sicher verpasst hätten gezeigt hat.
Nachdem wir alle den Test absolviert und die Übungs-Tauchgänge gemeistert haben ging es dann mit den Surveys endlich los. Mittlerweile haben wir schon einige Surveys hinter uns und sind immernoch begeistert. Das Tauchen macht jetzt viel mehr Spaß, da man alles erkennt und einfach viel mehr sieht, wenn man weiß wo man suchen kann.
Trotz der Unruhen im Rest des Landes ist es hier absolut ruhig und wir genießen jeden Abend in einem anderen Lokal den guten Service und freuen uns auf die nächsten Tauchgänge.

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Dahab Reef Monitoring I - Bericht letzte Woche: 28. März bis 4. April 2013

Die letzte Woche des Dahab Reef Monitoring startete mit weiteren Survey Dives unter anderem am berühmten Blue Hole, Coral Garden und Islands North and South. Das Highlight der letzten Woche und ein schöner Abschluss des Projektes war der Bootsausflug am 1.4.2013. Bei perfekten Wetterbedingungen ging es zu den wunderschönen Tauchplätzen El Shugarat und Gab El Bint die im Naturschutzgebiet Nabq liegen. An dem folgenden Tag konnten wir aufgrund starker Strömung keine Survey Dives durchführen und machten stattdessen zwei Fun Dives am Canyon. Unser Abschlusstauchgang fand in Mashraba um 6:30 Uhr statt um einmal die ungestörte Unterwasserwelt zu begutachten. Am Abreisetag veranstalteten wir einen Abschiedsbrunch an dem auch Nina und Thorsten (Manager von Sinai Divers Backpackers) teilnahmen. Alles in allem war es eine wunderschöne Zeit, in der wir sowohl viel über Korallenriffe und dessen Bewohner gelernt  haben, als auch unsere Tauchfähigkeiten verbessern konnten. Wir werden die Zeit immer in positiver Erinnerung behalten und bedanken uns ganz herzlich bei Nina und dem ganzen Team.

 

Yellow frogfish

 

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Dahab Reef Monitoring I - Bericht Woche 4: 21. März bis 28. März 2013

Das Dahab Reef  Monitoring geht in die 4. Woche und die Survey Dives laufen. Zwei neue Volontäre unterstützen das Team .  Nach erfolgreicher Absolvierung der Check Dives  im Hausriff und nach einigen Übungen im Tarierungspark konnten sie uns sehr bald tatkräftig bei den Surveys unterstützen.  Um sich in der marinen Tierwelt zurecht zu finden, lernten die beiden spezielle Indikatorfische und -invertebraten  zu erkennen und zu unterscheiden.
Als  vollständiges Team  wurden die Tauchspots Moray Garden, Blue Hole, Abu Hilal & Canyon South in Angriff genommen.  Als Besonderheiten konnten unter anderem  riesige Napoleons, Schildkröten und Oktopusse auf unseren Listen vermerkt werden.
Auch diese Woche verging wieder wie im Flug und wir haben jede Menge schöne und lehrreiche Erfahrungen gesammelt. Mit  einem lachenden und einem weinenden Auge blicken wir der nächsten Woche entgegen, die für viele leider die letzte sein wird.

 

Yellow frogfish

 

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Yellow frogfish

Dahab Reef Monitoring I - Bericht Woche 3: 14. März bis 21. März 2013

Das Dahab Reef Monitoring geht in die 3. Woche über und endlich gingen die richtigen Survey Dives los und wir konnten die ersten Daten aufnehmen. Die erste Datenaufnahme erfolgte in der Bucht direkt  “vor der Haustür“ beim Lighthouse. Die Daten wurden in einer Tiefe von 10m aufgenommen und es klappte alles reibungslos. Daraufhin erfolgten die nächsten Surveys ausserhalb der Bucht an sehr schönen Tauchplätzen wie Islands South und Ricks Reef. An manchen Tauchplätzen hatten wir mit unvorhergehsehenen Strömumgen zu kämpfen. Dies führte bei einigen zu sehr hohen Luftverbräuchen. Gegen Ende der Woche fuhren wir zum Tauchplatz Moray Garden der südlich von Dahab liegt. Dieser zeigte sich im Vergleich zu den bisher untersuchten Tauchplätzen, als stark anthropogen beeinflusst. Dies spiegelte sich in der hohen Algen-und Schwammabundanz wieder. Zusammenfassend lässt sich sagen, es war eine sehr lehrreiche und spannende Woche und wir freuen uns schon auf die Kommenden.

Yellow frogfish

 

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Dahab Reef Monitoring I - Bericht Woche 2: 08. März bis 14. März 2013

Das Dahab Reef Monitoring I geht in die zweite Woche und es gibt einiges zu berichten!
Nachdem wir 2 Tests (Fische & Invertebraten) erfolgreich hinter uns gebracht hatten, konnten wir erstmal ein wenig aufatmen und das Gelernte unter Wasser üben (inkl. gefühlt 100 Handzeichen); das bedeutet, wir sind jeden Tag ein- bis zweimal unter Wasser gegangen und versuchten jeden Fisch, der uns vor die Nase schwamm, einer Familie bzw. einem Handzeichen zuzuordnen. Das reichte natürlich für einen ordentlichen Reef Check noch nicht, also haben wir einfach munter weitergelernt. Unsere Projektleiterin Nina hat uns viel über Korallenschäden beigebracht und uns die wichtigsten Merkmale zum Einordnen der Korallen- und Substrattypen im Roten Meer erklärt. Nach weiteren Tauchgängen, bei denen wir fleißig geübt haben, waren wir auch bestens vorbereitet um uns dem Substrat- und Coral Damage-Test zu stellen! Wenn es auch nicht immer ganz einfach war, haben wir es alle geschafft und konnten uns langsam auf die richtigen Surveys einstellen. Damit die Korallen auch ja sicher vor uns sind, machten wir noch einige Tarierungsübungen. Jetzt war es Zeit für die letzte Vorbereitung auf die wirkliche Arbeit: Dazu sind wir nach Abu Hilal und Rick´s Reef (etwas außerhalb von Dahab) gefahren, um 2 „Calibration Dives“ zu absolvieren. Das bedeutet, wir haben Daten wie bei einem richtigen Reef Check aufgenommen und diese im Anschluss auf inhaltliche Stimmigkeit überprüft. Ganz abgesehen von der Arbeit die wir zu erledigen hatten sind wir uns alle einig, dass das zwei ausnehmend schöne Tauchplätze sind! Um uns zwischen den Dives ein wenig zu stärken, hatten wir ein leckeres Mittagessen in einem Bedouinen-Restaurant. Am Mittwoch schließlich hatten wir unseren ersten richtigen Survey, der bei allen gut gelaufen ist und gezeigt hat, dass sich unsere Tauchfähigkeiten mittlerweile schon sehr verbessert haben – wir können nun ganz unbeschwert zwischen den Korallen schweben! Wie das Arbeitsleben so ist, berichten wir dann nächste Woche.

 

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Dahab Reef Monitoring 1. Woche 28.02. – 07.03.2013
Hallo Zusammen!
Wir wollen Euch heute das erste Mal vom diesjährigen Dahab Reef Monitoring berichten. Wir sind seit einer Woche in Dahab und haben schon jede Menge gelernt. Zunächst haben wir unseren Check Dive absolviert und auch schon einige Tarierungsübungen wiederholt. Laura hat in dieser Zeit ihren Open Water Kurs absolviert, so dass sie das Team jetzt unterstützen kann. In den Stunden über Wasser haben wir Vorträge über die Indikatorfische und Invertebraten, sowie über Substrat (Korallen, Algen ect.) und Zerstörung der Korallen gehört. Zudem haben wir den Ort besser kennengelernt und natürlich auch ein wenig die Sonne genossen. Heute waren wir das erste Mal im sogenannten Tarierungspacours. Dort lernen wir uns perfekt auszutarieren, denn während des Monitorings muss schließlich alles sitzen. Wir hatten eine Menge Spaß dort unten und lernen viele neue Techniken. Daneben hatten wir auch schon den ersten Test in dem es darum ging Indikatorfische und Indikatorarten der Invertebraten zu identifizieren. Auch das muss demnächst ja reibungslos funktionieren J  Wir sind schon gespannt auf alles was in den nächsten Wochen folgt.

 

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Dahab Reef Monitoring 2012 am RSEC in Dahab
Reef Check ist eine internationale Organisation zum Schutz der Korallenriffe. Sie hat ein international standardisiertes Programm erstellt, mit dem man feststellen kann, wie es gegenwärtig um die Fitness eines Riffes bestellt ist, welche durch starken Tourismus, Fischerei und Industriellen Abfall mehr und mehr in Bedrängnis gerät. Das Projekt „Dahab Reef Monitoring“ am RSEC in Dahab stellt ein erweiterter Reef Check dar. Es startete am 6. September 2012 und endete am 11. Oktober 2012. Zur Untersuchung der Fitness eines Riffs müssen vier verschiedene Kategorien betrachtet werden. Zum einen werden die verschiedenen Korallenarten und deren Wuchsformen und falls vorhanden auch deren Krankheiten notiert. Zum anderen werden Fischarten, die als Indikatoren der Fitness eines Riffs gelten, vermerkt, sowie bestimmte wirbellose Tiere. In der ersten Woche lernten wir nun wie wir diese Indikatoren erkennen und welche Handzeichen es Unterwasser dafür gibt, da der „Reef Check“ immer in Zweierteams gemacht wird. Das gesamte Team spielte sich schnell aufeinander ein, so dass wir am Ende der ersten Woche unseren ersten „Reef Check Survey“ machen konnten. Die weiteren Wochen verliefen recht ähnlich. Morgens gegen 9 Uhr fuhren wir zu einem bestimmten Dive Spot, dort wurde dann auf 5m, 10m und/oder 15m eine markierte Leine ausgelegt und wir starteten mit der Datensammlung. Danach gab es Mittagessen, bei dem wir uns oft noch über die fantastischen Dinge, die wir unter Wasser gesehen hatten, austauschten. Anschließend startete der zweite „Survey“ des Tages, in dessen Anschluss wir zur Basis zurückkehrten. Dort wurden die gewonnen Daten in die Computer eingetragen. Schon bei diesen Eingaben fiel uns auf, dass manche Riffe wesentlich mehr Indikatorarten aufwiesen als andere. Die Bestätigung für unsere Beobachtungen bekamen wir am Ende als wir die Daten statistisch auswerteten. Die naheliegende Vermutung, dass stark betauchte Riffe einen Verlust an Arten erleiden, wurde durch unsere Analysen beinahe überall bestätigt. Der Trend zum Vielfaltverlust dieser Riffe ist klar ersichtlich. Der Fischreichtum einer Region geht eindeutig mit der Diversität der Korallenriffe einher und ein totes Riff wiederzubeleben stößt derzeit an die Grenzen des machbaren. Es ist zu empfehlen geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Hingegen zeigten wenig frequentierte Korallenriffe eine ausgewogene ökologische Balance und sollten als Vorbild für die stark in Mitleidenschaft gezogenen Riff herangezogen werden.

RSEC-Volontäre DRM2012

 

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Dahab Reef Monitoring II – Die letzte Woche (Woche 5)

Die letzte Woche des Dahab Reef Monitoringprojekt II startete zeitig mit der Abreise der ersten Volontärin (Katrin Schröder). Bei allen vergingen die vergangenen 4 Wochen wie im Flug und der Tag des Projekt-Endes rückt unweigerlich näher. Der restliche Abreisetag wurde mit Office-Arbeit gefüllt, um angestaute Arbeiten zu erledigen, damit nichts dem großen abendlichen Barbeque im Wege steht. Der nächste Tag war ein Day-off an dem wir neue Kräfte sammelten und diverse Erledigungen abhaken konnten. Samstag stand ein clean-up dive in der “Bannerfish Bay“ im Programm. Am Sonntag machten wir ein Survey in “Um El Sid“ sowie einen Fundive in “Caves“, da aufgrund zu starken Wellengangs der geplante 5 m Survey in “Um El Sid“ nicht möglich war. Der Divespot “Caves“ war sehr  beeindruckend und wurde mit zahlreichen Fotos dokumentiert. Die neue Woche startete mit einem Trip nach Sharm el Sheikh zu den Sinai Divers um auf dem Tauchboot “Gzahala II“ die “Tiran Islands“ zu besuchen. 3 Bootstauchgänge standen auf dem Programm (“Jackson Reef“, “Thomas Reef“ und “Near Garden“), an diesen vielbetauchten aber nachwievor wunderschönen Divespots. Die Sichtung von 21 Hammerhaien am Vortag ließ die Vorfreude nur noch größer werden jedoch kam es zu keiner Begegnung. Trotzdem war es ein unvergessliches Erlebnis. Der folgende Tag began windig. Wir mussten den Survey auf 5 m bei dem “Canyon“ streichen und machten anstelle dessen einen Fundive bei “Rick’s Reef“. Am Nachmittag legte sich der Wind und wir konnten zumindest einen geplanten Survey am “Canyon“ erfolgreich abschließen. Am Abend entschloßen sich einige Volontäre für einen weiteren Fluoreszenz-Nightdive und kamen dabei voll auf ihre Kosten. Am nächsten Tag (10.10.) schloßen wir die Projekttauchgänge mit einem frühen Survey am “Lighthouse“ auf 5 m ab. Nun kommt langsam die Zeit der Abschiede aber wir genießen trotzdem noch jede Minute an diesem wunderbaren Ort.

 

 

 

 

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Dahab Reef Monitoring II – Zwischenbericht Woche 4

Zeitig began Woche 4 mit einem Survey-Tauchgang um 8 Uhr morgens am“Lighthouse“. Gleich zu Beginn sichteten wir einen Napoleon (-Lippfisch) und wurden schon da für das frühe aufstehen belohnt. Die Arbeit an sich verlief gewohnt gut. Die Auswirkungen auf dieses vielbetauchte Riff waren klar zu sehen und am Ende des Tauchgangs mussten wir noch unwissende, auf den Korallen stehende, Touristen, von diesen, herunterscheuchen. Am Abend machten wir einen Fluoreszenz-Nachttauchgang. Über unsere Taucherbrillen bekamen wir spezielles Filterglas und die Taucherlampen waren diesmal spezielle Blaulicht-Lampen. Es war wie die Reise auf einen anderen Planten. Korallen und andere Riffbewohner fluoreszierten im Schein unserer Lampen in verschiedenen Farben und machten diesen Tauchgang einzigartig für Jeden von uns. Es war unbestritten das bisherige Highlight. Der nächste Survey führte uns nach “Abu Helal“. Der Einstieg, in dieses in wirklich guten Zustand befindliche Riff, war schwierig aber die Mühe lohnte sich. Wir konnten zwar aufgrund starker Strömung den Survey auf 10 Metern in 2 Tauchgängen nicht abschließen, jedoch entschädigte die Sichtung einer Meeresschildkröte die Strapazen.  Am Samstag war unser Day-off und wir nutzten ihn für einen Rundumputz im Haus, diverse Erledigungen und um neue Kräfte schöpfen. Der Sonntag (30.9) führte uns zu den “Islands“ am südlichen Ende der Promenade. Der Einstieg durch einen Bruch im Riffdach macht diesen schönen Tauchplatz besonders beliebt. Unsere zwei Surveys verliefen gut und wir konnten bereits am frühen Nachmittag wieder zurück zur Basis fahren um die gewonnenen Daten in die Computer einzugeben. Den Rest des Tages hatten wir frei und nutzten ihn für diverse Erledigungen. Am Montag machten wir uns auf zum zweiten Boottrip. Diesmal machten wir nur Fundives und genossen die Zeit an Deck und Unterwasser. Ein Tauchgang auf 30 Meter, ein Lagunentauchgang, sowie ein Driftdive standen am Programm. Die Crew der “Ghazala IV“ war stets freundlich und hilfsbereit und gab sich große Mühe unsere Bootstauchgänge so angenehm wie möglich zu gestalten. Am folgenden Tag versuchten wir erneut in “Abu Helal“ unsere Surveys durchzuführen. Die Strömung und der Wind waren diesmal weniger stark und wir konnten Surveys auf 5 und 10 Metern abschließen. Die Meeresschildkröte war wieder da und machte auch diesen Tauchgang besonders. Die Entscheidung für “Abu Helal“ war richtig, denn am daruffolgenden Tag war der Wind wieder zu stark für diesen schwierigen Einstieg. Aufgrund dessen entschieden wir uns für Fundives im “Blue Hole“ und den “Bells“, denn die geplanten Surveys auf 5 Metern bei den “Islands“ waren nicht durchfürbar. Die Projekttauchgänge gehen langsam zur Neige und das Projekt findet bald sein Ende aber nachwievor sind alle top motiviert und freuen sich auf die nächsten Herausforderungen.

 

 

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Dahab Reef Monitoring II – Zwischenbericht Woche 3

Woche 3 startete mit einem Survey in “Moray Garden“ auf 5 und 10 metern spiegelte die zerstörerischen Auswirkungen von übermäßigem Tauchtourismus wider. Am Ende des Tauchgangs durften wir die faszinierenden Tarnungsfähigkeiten eines Oktopuses über mehrere Minuten hinweg beobachten. Die folgenden Surveys am “Rick’s Reef“, “Canyon“ und “Blue Hole“ verliefen gewohnt souverän und machten großen Spass. Am darauffolgenden Tag machten wir einen Nachttauchgang in der“Mashraba Bay“. Eine spanische Tänzerin, ein Tritonshorn (große Gehäuseschnecke) sowie ein riesiger Zackenbarsch waren die Höhepunkte dieses Tauchgangs. Die nächtliche Unterwasserwelt sollte jeder Taucher einmal erlebt haben um diese Umgebung mal von einer anderen Seite zu sehen. Abgeschloßen wurde diese Woche mit einem abgebrochenen Survey in “Um el Sid“ am Vormittag aufgrund starker Oberflächenströmung und einem erfolgreichen Survey am Nachmittag in “Morray Garden“ auf 15 metern. Das Team freut sich auf die nächste Woche und lässt wieder von sich hören.

 

 

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Dahab Reef Monitoring II – Zwischenbericht nach der zweite Woche

Nach gefühlten zwei Tagen endete nun auch die zweite Woche des Volontariats hier in Dahab. In der ersten Woche haben wir uns die Fähigkeiten angeeignet, die benötigt werden, um die Surveys zu starten. Am Anfang der zweiten Woche bekamen wir dann Besuch von einem deutschen Filmteam, das uns interviewte und filmte. Das Team macht eine Sendung für das ägyptische Fernsehen über deutsche Umwelttechnologie und wollte über uns einen Beitrag machen. Interviewt wurden wir vor und nach den Tauchgängen, die am Canyon und dem Blue Hole stattfanden. Das Blue Hole und der Canyon wurden als Beispiel, eines vom Menschen stark in Mitleidenschaft gezogenen Riffs, gewählt. Unsere ersten richtigen Surveys starteten dann am nächsten Tag. Wir waren am Dive Spot Rick’s Reef und machten je einen Survey bei  5 Metern und 10 Metern Tiefe. Das ganze lief reibungslos und wir haben gute Daten gesammelt. Wie erwartet kam dabei auch der Spaß nicht zu kurz. Am Nachmittag diesen Tages haben wir dann noch gelernt die Daten in die entsprechenden Excel Dateien am Computer einzugeben. Die gewonnen Daten werden an Reef Check für weitere Analysen gesendet (www.reefcheck.org).
Am folgenden Tag erwartete uns dann ein besonderer Spaß: Der Boottrip. Mit dem Boot der Sinai Divers (Ghazala VI) sind wir von Dahab aus in See gestochen, um zu einem der schönsten Korallenriffe der Umgebung zu fahren. Die Schiffstour hat jeden von uns begeistert. Es gab Essen nach den Tauchgängen und auch für Wasser und Soft Drinks wurde gesorgt. Das Oberdeck hatte zudem noch Liegemöglichkeiten zum Dösen und Sonnen auf Lederkissen. Unser erster Tauchgang war dann natürlich wieder ein Survey. Diesmal nur auf 10 Metern. Die Korallen des Riffs leuchteten in vielen bunten Farben und die Fische taten das Übrige. Gabr el Bint ist wirklich noch ein Beispiel eines gut erhaltenen Riffs. Der zweite Tauchgang war dann ein Fun Dive bei dem wir uns meterhohe Gorgonien im tieferen Wasser ansehen konnten. Trevallies und Black Snappers haben wir auch gesehen. Zurück auf dem Schiff hatten wir noch ein bisschen Zeit vom Oberdeck ins Wasser zu springen und dabei einen Mordsspaß zu haben. Die anderen Taucher auf dem Schiff durften dann noch bei einem weiteren Riff einen Tauchgang starten und wir haben die Zeit genutzt dort schnorcheln zu gehen. Auch dort war das Riff einfach atemberaubend schön und sogar noch unberührter als beim Letzten. Unsere Arbeit an diesem Tag wurde dort auf ganz besondere Weise belohnt: Wir sahen dort erst eine Schildkröte und dann zwei Manta Rays in der Tiefe. Ein tolles Erlebnis.
Die nächsten zwei Tage hatten wir frei. Aber das heißt nicht das sie ungenutzt blieben. Am ersten Tag nutzten viele die Gelegenheit sich ein wenig vom Tauchen auszuruhen und neue Kräfte zu sammeln, während eine kleine Gruppe Tauchgänge am Canyon und dem Blue Hole machten. Am zweiten Tag machten die Meisten von uns dann eine Kameltour nach Ras Abu Galum, um dort in einem Schutzgebiet zu tauchen. Die Tauchgänge waren Fun Dives und wurden mit zahlreichen Fotos dokumentiert. Das Bedouinen-Dinner war lecker und anschließend konnten wir auch Souvenirs von den Einheimischen erstehen. Der abschließende Ritt zurück zum Blue Hole wurde mit einem wunderschönen Sonnenutergang gekrönt.
 Das Team freut sich auf die kommenden Herausforderungen und Tauchgänge und lässt von sich in Woche 3 wieder hören!

 

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Dahab Reef Monitoring II – Zwischenbericht nach der ersten Woche!

Die erste Woche des Dahab Reef Monitorings ist geschafft.
Die Kultur, die Menschen und die Atmosphäre Dahabs haben auf jeden Einzelnen der Projektteilnehmer (Stefanie Götsch, Jana Hildebrand, Natascha Hourle, Claudia Pehamberger, Hanna Scheuffele, Katrin Schröder, Sebastian Schulz, Lucien Untersteggaber) Eindruck gemacht. Das RSEC-Team (Nina Milton und Abby Stevens) und die Sinai Divers Backpackers haben uns gut aufgenommen und uns auch viele hilfreiche Tipps im Umgang mit den lokalen Gepflogenheiten gegeben. Das Zusammenleben im RSEC-Haus mit den alltäglichen Dingen bedarf zwar ständiger Absprachen und Gespräche, aber wir finden immer einen Weg die Harmonie zu bewahren. Diese Arbeit an der Gruppendynamik trägt nun Früchte und wir werden immer besser auf einander eingespielt.
Die bunte Unterwasserwelt mit wissenschaftlichen Augen zu betrachten, bedurfte einiger Einführungsvorträge und Übungstauchgänge. Die geforderte Identifizierung und Klassifizierung von Fischen, Invertebraten und Korallen musste trotzdem stur gelernt und geübt werden, damit ein bestmöglicher Start in die Reef Monitoring Surveys gewährleisten werden kann. Das Erlernen der Handzeichen für die diversen Arten machte uns allen von Anfang an viel Spass und erleichtert die nonverbale Kommunikation während der Tauchgänge enorm. Die tatkräftige Unterstützung und Expertise von Nina und Abby haben uns sehr geholfen, die an uns gestellten Herausforderung über- und unterwasser zu bewältigen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Beiden.
Das Team freut sich auf den bevorstehenden Start der Surveys an Dahabs beeindruckenden Dive-Spots.  

 

 

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Dahab Reef Monitoring 2012-I: Zwischenbericht

Unser Team (Nik Petschko, Gwen Schumacher, Sophie Schmitter und Corinne L´Eplattenier) hat sich seit dem 10. März mit der super Unterstützung unserer Feldstation-Leiterin Nina Milton (thanks Nina!!!) sämtliches Wissen über die Durchführung von Reef Monitorings angeeignet. Es war herausfordernd für uns Laien, sich alle Indikatoren und Substrate zu merken und die entsprechenden Handzeichen zu lernen, aber es hat uns extrem viel Spass gemacht :) Seit letztem Montag haben wir bereits drei Surveys mit sechs Tauchgängen am Rick´s Reef, Moray Garden und Blue Hole durchgeführt. Unser Ziel ist dabei, die Gesundheit des Riffs im Auge zu behalten und negative Trends frühzeitig zu erkennen. Für die Survey teilen wir uns jeweils in Buddy Teams auf und sammeln Daten über Fische, Wirbellose, Substrate und Müll im Riff. Die Daten werden jeweils innerhalb eines belt transects von 4x20m auf 10m Tiefe gesammelt. Dabei ist eine gute Tarierung und gewisse Flexibilität, z.B. auf dem Kopf tauchen, unerlässlich. Die RSEC-Assistentin Abby Stevens hat uns diese Fähigkeiten in drei Tarierungs-Tauchgängen letzte Woche versucht beizubringen ;) Diese Trainings haben uns ganz neue Perspektiven des Tauchens eröffnet. Der Höhepunkt unseres heutigen Tages war eine Begegnung mit einem Napoleon-Lippfisch am Blue Hole :) Wir freuen uns auf die nächsten Tage, die bestimmt nicht weniger spannend werden!

 

 

 

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Dahab Reef Monitoring 2011 - Ein Sommer am RSEC in Dahab

Die Erfahrung ein Korallenriff zu betauchen ist atemraubend , dass wird jeder Taucher bestätigen können, der dies einmal erlebt hat. Die Erfahrung diesen Lebensraum genau zu erkunden, mit ihm zu arbeiten und ihn über einen längeren Zeitraum beobachte zu können ist einmalig. Diese Möglichkeit hat uns das Dahab Reef Monitioring 2011 des „Red Sea Environmental Centers“ gegeben. Insgesamt 13 Volontäre aus Griechenland, Österreich, Deutschland und den Niederlanden haben an diesem Projekt teilgenommen und konnten Dahab’s Unterwasserwelt unter Anleitung von Nina Milton studieren.
Auch wenn die Mehrheit von uns Biologie studiert, hatte sich noch keiner intensiv mit dem Ökosystem der Korallenriffe auseinandergesetzt und auch an Artenkenntnis hat es gemangelt. Aus diesem Grund benötigten wir erst einmal eine einwöchige Einführung,  in der wir die für die Surveys wichtigen Indikatorarten kennenlernten. Zu den vier Kategorien Fische, Invertebraten, Substrat und Schädigung der Korallen mussten wir je eine Prüfung ablegen, um die Surveys durchzuführen und die Daten später an „Reef Check“ vermitteln zu können. Das theoretische Wissen war eine Hürde. Die andere war es uns alle auf ein Tauchniveau zu bringen, das es uns erlaubt den empfindlichen Korallen so nahe zu kommen, um die Surveys durchzuführen. Von daher absolvierten wir einige Tarierübungen mit Abby, die uns während des ganzen Projektes als „Divemaster“ und fachlich zur Seite stand. Auch das Schreiben unter Wasser und der Verlauf einer Survey mussten erprobt und routiniert werden. Da unsere Tauchausbildung vom „Open Water“ Taucher, mit 3 geloggten Tauchgängen (die vor ungefähr 10 Jahren stattgefunden haben), bis zum „Divemaster“ mit Berufserfahrung und über 200 Tauchgängen reichte, hat es mal mehr mal weniger lang gedauert, bis die Tarierung stimmte. Dies stellte jedoch kein Hindernis dar.
Nach einer Weile hatte sich Routine eingestellt. Wir planten die Surveys selbst und sammelten fast jeden Tag Daten. Das tägliche Tauchen wirkte sich auch auf jedermanns Tauchfähigkeiten positiv aus. Das Arbeiten haben wir als entspannt empfunden. Die Zeit zwischen zwei Tauchgängen verbrachten wir in gemütlichen Beduinenrestaurants. Die Boottrips nach Gabr-el-Bint empfanden wohl die meisten als besonders schön, bis auf wenige, die mit dem Seegang zu kämpfen hatten.
Natürlich bestand unsere Zeit in Dahab nicht nur aus Arbeiten und Tauchen. Ausflüge in die Wüste, auf den Mosesberg und in das Nachtleben wurden ebenfalls unternommen. So haben wir es uns zur Regel gemacht Dienstag in der Tree Bar zu feiern. Schade nur, dass unser freier Tag meistens Sonntag und nie Mittwoch war. Besonders einprägsam war der Ausflug in den Nationalpark Nabq. Dort konnten wir in den Mangroven schnorcheln und viele Jugendstadien von Riffbewohnern beobachten. Auch Nabqs Vogelwelt ist interessant, mit mehreren Brutpaaren an Fischadlern, Seidenreiher, Küstenreihern und Wüstenregenpfeifern. Chris konnte uns einige interessante Dinge zu den einzelnen Ökosystemen des Nationalparks erzählen.
Mit Nabq endete das Programm auch fast. Es folgte noch ein Abschiedsabend, an dem wir unsere Ergebnisse präsentierten und unser Eco-Diver Zeugnis erhielten. Nach 6 Wochen verabschiedete sich der Großteil von uns. Das Haus der Volontäre ist seltsam ruhig geworden. Wahrscheinlich wird jeder die Zeit hier in Dahab vermissen. Die Erfahrungen und Erlebnisse die wir hier gemacht haben werden uns noch lang begleiten und positiv in Erinnerung bleiben.

 

 

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Dahab Reef Monitoring 2011 - Wochenbericht 6

Die letzte Woche des Programms ist abgelaufen und ein Großteil von uns ist zurück ins herbstliche Deutschland um sich die Zeit in Hörsälen zu verbringen. Nur noch wenige Surveys mussten abgeschlossen werden. Unter anderen in Gabr-el-Bint, was bedeutet, dass wir unseren zweiten Bootsausflug gemacht haben. Immer noch zählen die meisten von uns Gabr-el-Bint zu einem der schönsten Tauchplätze in der Umgebung von Dahab.  Das enge Miteinander von sandiger Lagune, Steilwand und Riff bietet zum einen mehr Abwechslung und zum anderen ist dieser Platz weniger betaucht.
Highlight dieser Woche war wohl ohne Zweifel der Fluoreszenz-Nightdive. Ausgerüstet mit Lichtfilter-Brille und Blaulichtlampe sind wir mit Abby durch Bannerfish-Bay getaucht. Das Erlebnis war einmalig.
Auch den Ausflug nach Nabq haben wir in der letzten woche gemacht. Chris hat uns einen Einblick in die verschiedenen Lebensräume des Nationalparks gegeben. Der Großteil der Truppe hat die meiste Zeit schnorchelnd in den Mangroven verbracht, was angesichts der Hitze auch verständlich war.
Die letzten Tage waren aber auch ein wenig stressiger, da noch alle Transekt-Bilder und aufgenommene Daten ausgewertet werden mussten, was bis dahin eher schleppend vorangegangen ist.  Bis zu unseren Präsentationen über unsere aufgenommenen Daten am Abschiedsabend ist aber der Großteil der Arbeit beendet wurden. Die Präsentationen wurden in gemütlicher Runde auf der Dachterasse der Sinai Divers Backpackers gehalten. Am Ende des Abend hat noch jeder eine Eco-Diver Urkunde erhalten. Zum Abschluss musste natürlich noch ein Dienstag Abend in der Tree-Bar verbracht werden. In den nächsten zwei Tagen haben sich die ersten Volontäre verabschiedet. Clarissa und Diana haben uns als erste Richtung Kairo verlassen, gefolgt von Luisa, Nele und Joschka. Beim Abschied hatten wohl alle ein mulmiges Gefühl, was nach sechs Wochen des Zusammenlebens verständlich ist.
Ich glaube ich spreche für alle, wenn ich sage, dass uns die Zeit hier in Dahab viele unvergessliche Momente beschert hat  und das jeder die Zeit und die Menschen hier vermissen wird.
Vielleicht trifft der Spruch „Einmal Dahab, immer Dahab“ ja auch für uns zu. Ich hoffe es.

Text: Alisa Kutzer

 

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Dahab Reef Monitoring 2011 - Wochenbericht 4 & 5

Obwohl noch immer 2 Wochen vor uns lagen wurde uns allen schon zu Beginn der Woche ins Bewusstsein gerufen, dass es mit all zu schnellen Schritten dem Ende entgegen geht. Die Anzahl an übrigen Survey-Tauchgängen war nicht bei jedem gleich und so bedurfte es einiger Organisationskunst die noch ausstehenden Tauchgänge und Office Tage so zu planen, dass alles glatt läuft. Aber es gibt ja, gerade in Dahab, auch genug Arbeit außerhalb des Wassers zu verrichten. Ganz unter dem Motto: „Haltet Dahabs Strände sauber!“ folgten wir vergangenen Samstag dem Aufruf zum  „international Clean Up Day“. Nachdem die ansässigen Tauchbasen von der geplanten Aktion informiert und um Mithilfe gebeten wurden trafen wir uns am späten Nachmittag um die Strände Dahabs vom Müll zu befreien. Aufgeteilt in 2 Teams und bewaffnet mit Müllsäcken, Handschuhen und Tatendrang zogen wir los. Team 1 nahm sich die Strände beim Lighthouse vor, während das andere Team den Strand bei Mashraba und der Brücke säuberte. Zwar fiel die Unterstützung der Einheimischen und Touristen geringer aus als erhofft, einige entschlossen sich aber trotzdem spontan  uns zu helfen. Alles in allem ein gelungener Clean up der aber zugegebener Maßen nur einen Tropfen auf den  heißen Stein darstellte. Es bedarf wohl noch einiger Aufklärungsarbeit um das Bewusstsein der Bevölkerung für den Schutz ihrer Strände und Meere zu fördern. Natürlich wurden auch in Woche 5 einige Surveys durchgeführt, wobei sich vor allem auf eines alle freuten. Am Freitag war es schließlich so weit – tauchen am Blue Hole. Obwohl ein Surveytauchgang natürlich nicht mit einem Fundive zu vergleichen ist genossen wir es dennoch auf dem Weg zum Transect an den steil abfallenden Wänden des Blue Hole entlang zu tauchen. Auch diese Woche hatten wir an unserem freien Tag wieder die Gelegenheit mehr als nur die Unterwasserwelt Ägyptens kennenzulernen. Zu fünft machten wir uns spät abends auf den Weg zum Mount Sinai, auf dem Moses die Zehn Gebote erhalten haben soll. Nach einer Autofahrt die etwas mehr als 2 Stunden gedauert hat und einem Aufstieg zusammen mit gefühlten weiteren 1000 Leuten konnten wir den Sonnenaufgang am Gipfel bewundern. Ein außergewöhnliches Erlebnis welches, wie zu erwarten war, vom Ansturm der Massen nur etwas geschmälert wurde. Nach dem Abstieg konnten wir dann noch das Katharinenkloster besichtigen an dessen Standort sich der brennende Dornbusch befunden haben soll.
Die Aufgaben der nächsten und damit auch letzten Woche werden darin bestehen die restlichen Surveys durchzuführen und die nötige Arbeit im Office zu erledigen. Aber auch auf einen weiteren Bootstrip und einen Ausflug zu den Mangroven in Nabq dürfen wir uns freuen.

Text: Simon Lehner

 

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Dahab Reef Monitoring 2011: Bericht über Woche 3
Surveys
Die dritte Projektwoche haben wir damit verbracht Surveys in Rick’s Reef, Lighthouse, Moray Garden und Abu Helal durchzuführen und dabei die Vielfalt der Unterwasserwelt zu genießen, mit erfreulichen Ergebnissen. Vor allem in Abu Helal herrschte eine atemberaubende Aussicht und es gab unglaublich viele Farmerfische.

Büroarbeit
Während der Surveys werden Bilder gemacht, die einen Überblick über die Transekte geben sollen. Diese Bilder müssen im Office vor allem farblich überarbeitet und in die richtige Reihenfolge gebracht werden. Diese Arbeit hat uns viel Zeit gekostet, vor allem das Speichern!

Putztauchgang (Cleanup dive)  & geplante Strandputzaktion (Beach Cleanup)
Zwei Tage dieser Woche haben wir damit verbracht, unter Wasser Müll zu sammeln, um Tiere, vor allem Korallen, vor Verletzungen und Schaden zu bewahren. Diese Tauchgänge waren nicht nur gut für die Unterwasserwelt, sondern waren auch für uns eine großartige Erfahrung, denn in der Bucht sind wir einer riesigen Schildkröte begegnet! Als wir näher kamen, ließ sie sich nicht von unserer Gruppe bei ihrem Mittagessen stören, sodass Kathi wunderschöne Fotos machen konnte. Nach einigen Minuten schwebte die Schildkröte elegant davon. Wir verließen das Wasser mit vollen Mülltüten. Aber nicht nur die Unterwasserwelt leidet unter Verschmutzung, es ist ebenso wichtig, die Strände Dahabs zu reinigen. Deshalb haben wir, eine Strandputzaktion organisiert, zu der wir Touristen und Einheimische eingeladen haben. Das Ganze wird am 17. September stattfinden, wir schließen uns damit dem weltweiten „Cleanup day“ an.

Freizeitbeschäftigungen
An unserem freien Tag waren wir in zwei Gruppen unterwegs: Die Mehrheit ist zu einem Tauchgang zu den Islands gefahren und war überwältigt von den riesigen Porites Korallen. Ein kleinerer Teil von uns hat einen faszinierenden Ausflug in den Coloured Canyon gemacht, um den Teil Ägyptens kennen zu lernen, der sich über der Wasseroberfläche befindet. Aber nicht nur an unserem freien Tag haben wir gemeinsam etwas unternommen: Am Dienstag war unser gesamtes Team in der Tree Bar, um eine Abschiedsparty für unser griechisches Teammitglied Sophia zu feiern, die uns leider am Montag verlassen wird L
Insgesamt hatten wir also eine schöne und erfolgreiche Woche mit viel Sonnenschein!
 

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Dahab Reef Monitoring 2011 - Bericht 2.Woche

Nachdem die letzten Prüfungen geschrieben und die erworbenen Fertigkeiten beim callibration dive unter Beweis gestellt wurden, stand dem Beginn der surveys nichts mehr im Wege. Zu unserer Überaschung sollte das erste survey, dass auswertbare Daten hervorbringen sollte, vom Boot aus stattfinden.
So hatten wir vor wenigen Tagen unseren ersten Bootsausflug. Auf der Hin- und Rückfahrt genoßen wir die Sonne, den kühlen Wind und leckeres Essen und auf dem großen Sonnendeck des Bootes konnten wir unsere Hautfarbe, der der Ägypter anpassen. Wir fuhren nach Gabr el Bint, einer der schönsten Tauchorte in der Umgebung. Leider herrschte dort eine starke Strömung, die uns große Probleme bei der Durchführung unseres ersten surveys bereitete. Aber wir lernten schnell mit der Situation umzugehen und konnten unser erstes survey vervollständigen. Jedoch kam nicht jeder mit dem , eigentlich eher ruhigen, Seegang gleichermaßen gut zurecht und so musste manch Volontär festellen, was es heißt Seekrank zu sein und den Fischen eine ausgewogene Mahlzeit zu servieren. Alles in allem war der Ausflug trotzdem ein voller Erfolg und wir freuen uns schon auf unsere nächste Bootstour.
Die verschiedenen Aufgaben Unterwasser laufen von mal zu mal routinierter ab: Die Handgriffe sitzen, die head down Position ist perfektioniert, kein noch so kleiner Invertebrat entkommt dem geschulten Auge, der Schwebezustand kann schon im Schlaf hergestellt werden und alles in allem verkürtzt sich jedes survey von mal zu mal. Neben dem Ziel möglichst viele surveys durchzuführen, darf auch die Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit nicht zu kurz kommen, deshalb bleiben jeden Tag mindestens zwei Volontäre im office und versuchen Bilder zu formatieren, Berichte zu schreiben und Aktionen zum Naturschutz zu planen.
Nächste geplante Aktion: Underwater Clean Up

 

 

 

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Dahab Reef Monitoring 2011 - Lagebericht 1. Woche

Vom Flughafen wurden wir zu unserem Apartement in Dahab gebracht. Dort begrüßte uns unsere Projektleiterin Nina und brachte uns direkt zumTauchcenter, indem sich auch das RSEC Office befindet. Auf dem Weg vom Apartment zum Center konnten wir einen ersten Eindruck der Stadt Dahab gewinnen. Am nächsten Tag hatten wir schon unseren ersten Tauchgang des Monitoring Projects. Zunächst wurde einfach die Taucherfahrung der Volontäre von Nina begutachtet. Im Anschluss wurde sofort an unseren Tauchkünsten gearbeitet. Wir übten alle gemeinsam richtig zu tarieren und erlernten uns richtig Unterwasser zu bewegen. Ziel ist es die gesamte Zeit die geforderte "head-down"-Position zu halten und vor allem beim Schreiben ganz von selbst in einer optimalen Schwebeposition verharren zu können. Dadurch soll vermieden werden, dass wir während der Riffdokumentation an die Korallen stoßen. Schnell bemerkten wir, dass es ganz schön schwer ist, stets die Form des Riffes, die Position im Kartierungsgebiet und Tiefe und Luft im Auge zu behalten und dabei nach spezifischen Indikatoren zu suchen, sie zu zählen und diese Daten dann unter Zeitdruck unter Wasser auf dem Datierungsbogen zu vermerken und immer zu wissen, wo der Tauchbuddy ist. In den ersten Tagen war nachmittags und abends büffeln angesagt, um die gesuchten Arten dann auch möglichst schnell, denn Fische sind flott, zu bestimmen. Wir lernten Fische, Invertebraten, Korallen, Untergrund und Beschädigungen/Krankheiten korrekt zu erkennen und richtig zu bewerten. Zusätzlich wird parallel ein umfangreiches Repertoir an Unterwasserzeichensprache einstudiert um die Kommunikation auf ein Minimum an Zeit zu reduzieren. Das klingt in der Zusammenfassung jetzt sehr anstrengend und das ist es auch. Aber das Wetter, die Sonne, das Meer und die Tauchgänge machen auch die anstrengendste Zeit wundervoll und nach getaner Arbeit ist es fast wie Urlaub. Außerdem macht es echt Spaß, die Tauchfähigkeiten verbessern sich stetig, man lernt unheimlich viel über die Ökologie der Korallenriffe. 
Nicht zu verachten sind natürlich auch die wunderschönen Riffe, von deren Vielfalt und Schönheit man tagtäglich umgeben ist und die wir täglich bewundern können!

Trotz der umfangreichen Vorbereitung sind natürlich genug Möglichkeiten gegeben sich anderweitig zu beschäftigen. Ob Fundives, Schnorcheln, Kamel-/Quadausflüge in die Wüste, ein Besuch zu den Mangroven, Nationalparks oder anderen Sehenswürdigkeiten, wie den Moses‘ Berg sind jederzeit machbar und müssen lediglich mit der sehr netten Projektleitung zusammen koordiniert werden. Nach 10 Tagen intensivem Species Erkundungstraining wird es jetzt ernst für die Volontäre.

 

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Lagebericht Woche 7 - Das Ende in Sicht

Montag 13.09.2010
Nach dem schönen  Trip nach Ras Mohammed und Ras Umm Sid, war heute wieder ein Survey angesagt. Es ging in den Süden, wo am Vormittag das 5 m Transekt in Umm Sid gemacht wurde. Da aber die letzten Tage der Wind sehr stark war, wurde uns die Arbeit auf 5 m nicht gerade leicht gemacht. Der Wellengang hat alle Taucher arg durchgeschüttelt, weshalb dann beim Mittagessen beschlossen wurde, dass der 2. Survey in Southern Oasis abgeblasen wird. Stattdessen packten wir unsere Scheren und Müllbeutel ein um einen Clean-Up bei the Caves zu machen. An diesem Tauchplatz muss man bei einer Einbuchtung von einer rutschigen (Algen), steilen Kante ins Wasser springen,  weshalb das wieder rauskommen schwierig ist. Unter Wasser wurde uns schnell klar dass man hier öfter mal einen Clean-Up machen sollte, denn auf 20 m war ein großer Korallenblock an dem unzählige Meter Angelschnüre hingen. Wir schauten uns noch die wunderschönen Höhlen an,  an deren Decken Schwämme und Schwarzkorallen wuchsen.

Dienstag 14.09.2010
Diesmal wollte Chris noch das 10 m Transekt  in Abu Helal machen…aber so wie in den letzten Tagen üblich war der Wind zu stark und die Wellen somit hoch.  Da der Ein- und Ausstieg bei starkem Wellengang fast lebensgefährlich für Tauchen, aber vor allem für die Korallen die am Einstieg wachsen, ist. Nach kurzer Beratung ging es zum Blue Hole…Fun Dive… Jipieeee. Am Sattel zum Blue Hole entdeckte Christian noch ein paar von der Dornenkrone angefressene Korallen und signalisierte uns, dass wir den Seestern suchen sollten.
Am Abend war dann noch große Abschiedsparty, mit Vorstellung der im Projekt erfassten Daten, Urkunden-Verteilung für die Teilnahme am Reef Check und mit anschließender Dach-Party mit DJ Henni. Dieser fröhliche Abschied mit Bier und Knabberzeug zog sich noch bis weit in die Nacht.

Mittwoch 15.09.2010
Am für die meisten letzten Tag mussten wir erst ab 11 Uhr im Office sein, weshalb wir kollektiv zum Frühstücken ins Yalla gingen.  Es wurden noch die aufgenommen Daten auf Richtigkeit überprüft, die Sachen gepackt und sich abends noch groß verabschiedet.

Donnerstag 16.09.2010
Offizielles Ende des Dahab Reef Monitoring & Reef Conservation Projects.
Der Großteil der Volontäre reiste im Laufe des Tages ab, während ein kleiner Teil von 4 Leuten mit Nina, Lydia und Steffi mit dem Boot nach Gabr el Bint fuhren. Neben den 7 Personen vom RSEC waren nur noch 2 Leute vom Hilton mit Tauchguide mit an Board, was es zu einer gemütlichen kleinen Runde machte.


Bye Bye und Auf Wiedersehen bis zum nächsten Jahr.

Text: Christina Hörterer

Fotos: Christian Alter & Volontäre

 

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Lagebericht, 6. Woche - Die letzten Tage DRM 2010 (Autor: Sahil Puri)

Sonntag 5.9.2010
An diesem Tag war “Thistlegorm” angesagt. Die Thistlegorm, ein englischer Frachter der Alliierten, wurde 1941 von einem deutschen Bomber am Eingang des Golf von Suez versenkt. Der berühmte Jacques Cousteau hat sie für uns wieder entdeckt und nun durften wir dieses weltberühmte Wrack auf 30m selbst erkunden. Zu sehen gab es nebst Motorräder und Gummistiefel jede Menge Kriegsmaterial wie Luftabwehrkanonen und Bomben. Stolze 2 Tauchgänge waren für das Wrack geplant. Einmal außen herum und beim zweiten Mal mit UW-Lampen hinein in den Laderaum. Begleitet wurden wir von vielen neugierigen Soldatenfischen, die uns in den dunkeln Räumen mit ihren großen Augen anstarrten. Der dritte Tauchgang war bei Shark –und Yolanda Reef (Ras Mohamed Nationalpark). Das Yolanda Wrack war unterdessen auf 600m, hat jedoch ihre Ladung vollgepackt mit Toiletten auf dem Riffgrund verteilt. Interessant waren nebst den Toiletten jedoch 3 Napoleon, 2 Steinfische, 2 Krokodilfische, 9 Muränen und zwei scheue Blaupunktrochen im Sand. Als wir am Abend retournierten, durften wir den neuangekommenen Diplomstudenten Timo begrüßen, der hier etwas mehr über die Ökologie der Wurmschnecken  (Vermetidae) erfahren möchte.

Montag 6.9.2010
Heute haben wir mit Amr, einem Tourguide der uns bei einem Beach-clean-up mitgeholfen hat, die Coloured und White Canyons besucht, die etwas nördlich von Dahab neben Nuweiba liegen. Mit auf der Tour war ein netter Iraner mit schwedischem Pass, mit dem man am Abend eine gemütliche Runde Back Gammon spielen konnte, um den wunderschönen Tag etwas ausklingen zu lassen. Zwei der schweizerischen RSEC-Division mussten mit Ohrenentzündungen, Erkältung und Nebenhöhlenproblemen für mehrere Tage aufs Tauchen verzichten und sich mit Antibiotika begnügen.


Dienstag 7.9.2010
Der Survey war heute bei den Islands North auf 15m Tiefe angesetzt. Es gab erneut starke Strömung und so mussten wir ja genug Luft einplanen für den Rückweg. Während des Surveys wurden wir plötzlich von einer ziemlich großen Schildkröte besucht und konnten ihr aus kurzer Distanz beim Fressen zusehen. Außerdem gab es wieder Neues zu lernen; Bei einer vermuteten “blackband disease” (Korallenkrankheit die wie schwarze Bänder aussehen) handelte es sich trotz optischer Bestätigung lediglich um eine Kampfzone zwischen Polypen verschiedener Arten (Inkrustierende und Porites). Zurück an Land wurden die letzten ID-Tests für zwei neue Volontäre durchgeführt, welche erst vor kurzem zum Team gestoßen sind. Test erfolgreich abgeschlossen! Bravo Steffi und Nicole! Am Abend fand noch ein spannender Fluoreszenztauchgang statt inklusive Steinfisch und Feuerwurm!

Mittwoch 8.9.2010
Dieser Tag wurde wieder einmal mehr oder weniger in trockenem Ambiente im Buero verbracht. “Office-day” war angesagt. Mit Putzmittel, Kuebel und improvisierten Putzinstrumenten wurde wieder einmal Hochglanz in die Bude gebracht. Nachdem der Boden nass aufgenommen wurde konnte man auch schon bald wieder an den Transekten im Photoshop arbeiten, weil das Klima hier sehr schnell trocknet. Parallel zum ganzen Prozedere war die zweite Gruppe unterwegs zum Nabq Nationalpark, um die Mangroven und Halophyten zu bewundern. Währenddessen erhielt Christian (the Boss) einen Anruf aus Australien bezüglich unserer Rettungsaktion der kleinen Schildkröte Nessaja. Es war ein altbekannter Aktivist aus Australien, der jahrelang hier in Dahab gelebt hatte. Er hatte sich die Bilder und wissenschaftlichen Analysen noch einmal unter den Nagel gerissen und festgestellt, dass die ganze Sache einen Haken hatte. Zusammen mit seiner Hilfe und dem nochmaligen Durchzählen der Kopfplatten konnten wir uns nun definitiv vergewissern, dass es sich nicht um eine “Hawksbill”, sondern um eine “Loggerhead” Schildkröte handelte. 


Donnerstag 9.9.2010
Clean-up day...aaand action! Das Clean-up Banner wurde auf der Terrasse aufgehängt und die Materialien bereitgestellt. Beim letzten beach clean-up wurden uns von einem Mitarbeiter des “Lazy Camel Restaurant” in der Nähe des Eel Garden zwei Toyota Pickup’s versprochen, doch wie bekanntlich so manch perfekter Plan auch sein mag, die Jeeps wurden unwissentlich schon woanders bestellt. “No problem, next time”, sagten wir uns. Auch haben uns die Leute des SevenHeaven Dive Centers das letzte Mal “free dives” zugesprochen, während sie jubelten, applaudierten und uns für unsere tolle Arbeit würdigten. Leider auch noch nicht eingelöst, zu viel Arbeit innerhalb des Reef Conservation Projects. Der Tag vollzog sich mit einem Unterwasser clean-up beim Bannerfish Bay und einer weiteren Aktion. In Bannerfish Bay gab es einst eine wunderschöne und imposante Blasenkoralle, die jedoch seit kurzem fragmentiert auf dem Boden liegt. Unsere Aufgabe war es, die immer noch lebenden Korallenfragmente zu retten. Mit einem 5er Team haben wir sorgfältig Stück für Stück wieder zusammen gesetzt. Ziel war es, die Kolonie so zu fixieren, wie sie vorher gewachsen war, so dass die noch lebenden Polypen frei stehen und nicht mehr im Sand liegen, was ihr schnelles absterben zufolge gehabt hätte. Die Operation wurde erfolgreich abgeschlossen und dokumentiert. Abends gab es zum Abschluss dann noch einen Clean-up am Strand von Assalah, bevor wir erschöpft aber doch zufrieden zum Abendessen aufbrachen, während im Hintergrund die Fastenzeit Ramadan allmählich zu Ende ging.         

                    
Freitag 10.9.2010
Survey in Abu Hilal war angesagt. Ein Tauchplatz, der uns allen (fast allen) neu war. Abu Hilal befindet sich im Norden von Dahab, bevor man zum Canyon Tauchplatz kommt. Der Wellengang war äußerst ausgeprägt an diesem Morgen. Leider hatte die Prognose des “windgurus” wieder einmal fehlgeschlagen. Auch hatte der Autor dieses Artikels Pech an diesem Tag. O-Ring geplatzt, Ersatz Material defekt und somit war der Tauchgang gestrichen. Am Strand gab es jedoch genug Arbeit. Mit Handschuhen und Müllsack ging der Autor dem Strand entlang, während die Restlichen im kühlen Wasser ein Survey machen durften. Wenigstens lieferten die Strandfunde, ein getrockneter Blaupunkt-Rochen und eine kleine Muräne, etwas Gesellschaft. Am selben Tag kam Nina (the other Boss) zurück nach einem “fieldtrip” in El-Quesir. Berichtet hat sie von einem Bottlenose Delphin, der 30cm vor ihrer Nase durchschwamm.  

Samstag 11.9.2010
Day off

Sonntag 12.9.2010
Nach einem guten Tag Erholung war der lang ersehnte Trip nach Ras Mohamed an der Reihe. 2 Tauchgänge waren geplant beim Shark-&Yolanda Reef und einen bei Ras Ghozlani. Nach dem ersten Tauchgang mussten wir etwas umdisponieren wegen einigen Komplikationen mit den Tanks und haben schlussendlich dann Ras Umm Sid anstelle des Ras Ghozlani Tauchplatzes gemacht. Als wir in Ras Umm Sid angekommen waren, durften wir mit Schrecken beobachten, wie Schnorchler vor den Hotels in Sharm el Sheikh auf den Riffdächern der eigenen Hausriffe rumtrampelten. Nach einigen Bitten an die Gäste, sie sollen dies doch unterlassen, konnten wir dann noch den letzten Tauchgang in Angriff nehmen.

 

 

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Lagebericht, 5. Woche DRM2010

Die fünfte Woche in Dahab stand unter den Mottos Nervenkitzel in Tiran, Romantik pur bei unseren nächtlichen Ausflügen in die Wüste Sinais,Spaß in den Wellen vor Ras Abu Galum und natürlich die Surveys. So machten sich einige Mutige unserer Truppe auf in den Tiefen vor Tiran die Hammerhaie, die sich dort von Mai bis September aufhalten, zu suchen. Im Vorfeld bereitete es den anderen  ein großes Vergnügen alle Mythen, die sie bisher über die Begegnung von Hai und Taucher kannten, weiterzugeben, um damit die Spannung auf den bevorstehenden Trip zu steigern. So gab es wilde Geschichten von angriffslustigen Haien oder es wurde sich ausgemalt, wie man sich verhalten müsste, wenn ein Schwarm einen umkreist. Dass dies äußerst unwahrscheinlich ist und man froh sein kann, wenn man überhaupt eines Haies ansichtig wird, war aber fast jedem klar. Aber wir hatten tatsächlich Glück und einige von uns erspähten tatsächlich während des ersten Tauchgangs einen. Zwar gingen die meisten leer aus, aber das tat der Freude auch  keinen Abbruch, denn das Tauchen im Blauwasser bereitete ungeahnte Gaudi. So bekam man schnell das Gefühl von Fliegen und einige Tanzwütige gaben unter Wasser alles, gell Susi:-)))
Eine Stimmung ganz anderer Art erfasste die meisten während unserer Ausflüge in die Wüste.  Die mystische Atmosphäre während des Beduinendiners führte bei der Ankunft an dem Lagerplatz zu einer sehr seltenen, andächtigen Stille. Das flackernde Licht des Lagerfeuers, die sternenklare Nacht, der Duft des süßen Beduinentees und das leckere Essen gefielen uns allen sehr und ließen von einem Leben in der Wüste träumen.Einige zog es auf die Höhen eines an das Lager grenzenden Berges. Beim Abstieg bewies Martin viel Kreativität, denn die Flip-Flops entpuppten sich als geeignete Gleitbretter und so konnte der Hügel "besurft" werden. Auf der Suche nach dem Mars ging es ein weiteres Mal in die Wüste. So sollte er in dieser Nacht in der Nähe des Mondes erscheinen. Das angestrengte Starren in den schönen Sternenhimmel,an dem sich der Mars leider nicht zeigen wollte, führte zu Ermüdungserscheinungen, so dass nach etwa einer Stunde die Hälfte der Gruppe in einen tiefen Schlaf gefallen war.
Unsere dritte Bootsfaht führte uns - endlich - nach Ras Abu Galum, bekannt für die vielfältigen Korallenriffe, die in einer Steilwand verlaufen. Bevor wir deren Anblick aber genießen konnten, mussten wir erst die etwa zweistündige Bootsfahrt hinter uns bringen, die durch große Wellenkämme führte, die die Tour, vor allem am Bugspriet, zu einer feuchtfröhlichen Achterbahnfahrt machten. Etwas heikel gestaltete sich somit auch der erste Tauchgang, an dem zwei "Tauchbereite" fast von dem schlingernden Schiff geflogen wären. Die wirklich schöne Unterwasserwelt entschädigte dann aber für die Strapazen des Einstiegs.
Die surveys führten uns zu bekannten und neuen Tauchplätzen wie Um Sid, Moray Garden, den Canyon und Southern Oasis, wobei es fast immer ein kleines Highlight gab: Attacken von kleinen Putzerfischen, die nicht nur Mund und Ohren reinigen wollten, sondern sich auch in den Beinen der geplagten Tauchern festbissen, ein etwa ein Meter großer Barsch, dem wohl das Treiben unter Wasser nicht gefiel und der sein Missfallen zum Ausdruck brachte, indem er kräftig in die Transektleine biss und an ihr zerrte oder ein Oktopus, der sich unter einer Koralle versteckt hielt und glaubte, wir würden ihn nicht sehen.
Mögen noch viele dieser Erlebnisse auf uns warten!!!    
 
Text: Nina Liebrecht
Bilder: Christian Alter & Volunteers

 

Dinner

Abu Galum Trip

Abu Galum Trip

Sternenhimmel

Nina


Gewinn und Verlust im Hause RSEC (Lagebericht, 4. Woche DRM2010).

Bei der österreichischen Mannschaft heißt es 2:1 – Verena und Gerald, das Substrat-Wunderteam wird vom Neuankömmling Stefanie ersetzt, die aber bis zu einem ähnlichen Titel noch einige Prüfungen zu bestehen hat. Deutschland hat mit Nicole nun deutlich die zahlenmäßige Oberhand gewonnen, Rubina, unser Drupella-Ass, hat uns leider vorzeitig verlassen und damit die Lage der Schweiz dramatisch verschlechtert.

Und, last but not least, Dr. Moshira Hassan, die liebgewonnene deutsch/ägyptische Meeresbiologin… Moment, noch fehlen die Worte die ihre Abreise treffend beschreiben. Nachdem sie spontan die Betreuung der Voluntärfamilie übernommen hat weil Papa Christian nach Safaga mußte, hat sie in den vergangenen zwei Wochen mit Herz und Seele – und ihrem wissenschaftlich fundierten Wissen -  unsere Survey-Leistung verbessert. Fragen wurden Über- und Unterwasser ausführlichst diskutiert, Coralliophila trotz perfekter Tarnung ausfindig gemacht und Acanthaster-Fraßspuren erspäht.

 

Eine erlesene Anzahl Volontäre kam noch in den Genuss einer von Moshira geführten Tour nach Nabq. Auch auf dem Trockenen sind weder Moshiras noch unserem Interesse an den Wundern der Natur Grenzen gesetzt. So ließen wir uns über verschiedenartigste Pflanzen der Wüste belehren und erlebten einen einzigartigen Schnorchelgang in den Mangroven des Nationalparks.

Alles in allem wird uns ihr Enthusiasmus fehlen, von dem wir uns aber voll und ganz haben anstecken lassen. Wie auch die vielen Beduinen die uns bei den Clean Ups geholfen und beim gemeinsamen Tee trinken mit uns gelacht haben.

Trotz Abschiedstränen eine schöne Woche!!

 

Text: Sofia van Moorsel / Edith Heinrich

Fotos: Volontäre

 

Dr. Moshira Hassan

Good bye Moshira

Dr. Moshira Hassan

Good bye Rubina

Gerald & Verena

Good bye Gerald & Verena


Lagebericht, 3. Woche (DRM2010)

Strahlende Gesichter! In der dritten Woche laufen die Surveys beinah wie von selbst – nach der täglichen Einteilung der Indikatorgruppen und dem Buddy Check geht's in Windeseile ins Wasser, jeder weiß wo seine Flasche liegt und was Unterwasser zu tun ist. Die Daten werden innerhalb eines Tauchgangs vollständig aufgenommen und sind qualitativ absolut verwertbar. Grund genug für gute Laune!? Nicht ganz. Das Ende der intensiven Vortragsabende und das Lösen ungeklärter Fragen geben Zeit für Freiraum. Nightdives stehen bei den möglichen Aktivitäten ganz hoch im Kurs. Das Lighthouse, untertags leider von vielen Tauchhungrigen der Umgebung belagert, bietet bei Nacht ungeahnte Pracht. Die schöne spanische Tänzerin, das Wechselspiel der Färbung eines putzmunteren Oktopus, die leuchtend roten Augen die uns auf die vielen Garnelen und Krebse in den Korallenblöcken aufmerksam machen, Federsterne, wandernde Seeigel und viel mehr sind nur die tierischen Highlights der letzten Woche.

Die Ghazala VI – nein, nicht die Gazelle, sonst wären wir ja noch immer bei der Fauna und auch nicht die lokale Supermarktkette – das Boot der Sinai Divers Backpackers hat uns nun zwei Mal zum wohl schönsten Tauchplatz der Umgebung gebracht. Gabr El Bint, lange kein Geheimtipp mehr, und doch das am artenreichsten bewachsene und bevölkerte Riff das wir bisher betaucht und untersucht haben.  Abgesehen vom Unterwasserparadies heißts nicht zu unrecht, „eine Bootsfahrt die ist lustig, eine Bootsfahrt die ist schön". Sanftes Geschaukel, ein Nickerchen am Sonnendeck, sportliche Unterhaltung von den Auerbachgrazien und das leckere Mittagessen zwischen den Tauchgängen nicht zu vergessen.

Kulturinteressierte und Bergziegen sind am freien Tag dieser Woche zum nächsten Großereignis aufgebrochen. 3000 Stufen führten die Truppe auf über 2200m um den Sonnenaufgang am Mount Sinai zu erleben. Bei 12 Grad, in die wenigen dicken Kleider die wir im Gepäck haben gewickelt, vergessen auch die kleinsten, verschlafenen Augen die Strapazen des Aufstiegs. Das Katharinenkloster, der Dornenbusch und andere biblische Stätten haben auch über den Preis von 5 Pfund pro Gang zur Toilette hinweggetröstet.

Von stundenlangem Bilder bearbeiten, Transekt-Daten eingeben und analysieren, Bericht schreiben  das nächste Mal mehr.. dafür geht´s uns heute viel zu gut!!

 

Text: Edith Heinrich

Bilder: Nina Milton & Volunteers 

 

 

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Lagebericht der 2. Woche aus dem Coral Reef Monitoring Camp in Dahab

Genauso abenteuerlich wie die letzte Woche endete, begann die auch die zweite Woche beim Reef Conservation Projekt in Dahab. Fühlten wir uns nach den erfolgreich abgelegten theoretischen Prüfungen zu den Indikatoren Substrat, Fisch, Wirbellose und Korallenschäden fachlich etwas sicherer, lagen jetzt die Hürden der praktischen Umsetzung eines Surveys vor uns. 

Die Datenaufnahme unter Wasser sieht folgendermaßen aus:  Es werden Abschnitte –Transekte- festgelegt, die durch Transekt-Leinen markiert werden. In diesem Gebiet werden anschließend Substrat, Fische und wirbellose Tiere bestimmt sowie die Korallenschäden aufgenommen. Zwei Taucher sind für einen Bereich zuständig und dokumentieren ihre Beobachtungen auf Schreibtafeln. Diese Daten werden später eingegeben und zentral ausgewertet.

Wie man sich vorstellen kann, hielt der erste Survey für uns Anfänger einige Tücken bereit. So bestand eine große Schwierigkeit darin, bei der zwar geringen dennoch vorhandenen Strömung die Leinen so auszulegen, dass sie sich nicht an den Korallen oder etwa an den Zähnen eines allzu gierigen Papageienfisches verhakte. Auch mit der mit dem Kopf senkrecht nach unten stehenden Tauchposition haperte es bei einigen, die Wasser in den Regler bekamen oder knapp einer drohenden Riffkollision entkamen. Spaßig waren auch die Versuche, die verhedderten Leinen mit einer Hand – in der anderen befanden sich die Schreibtafeln – zu entwirren.  Alles in allem klappte unser erster survey dennoch unerwartet gut. So waren die Schreibtafeln nach dem Tauchgang zu unserem Erstaunen noch leserlich und das Riff überstand unseren Eingriff auch unbeschadet. Auch wir kamen ohne Blessuren davon. Ein wenig Herzrasen bekamen wir lediglich während der Rückfahrt auf den Ladeflächen der Pick-Ups, als unser Fahrer ein wenig Formel 1 spielte. Was hält wohl die nächste Woche für Überraschungen bereit.

Text: Nina Liebrecht

Fotos: Christian Alter

 

 

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Lagebericht der 1. Woche (30.7.-7.8.2010) direkt aus dem Coral Reef Monitoring Camp in Dahab, Ägypten
Allah Akbar...täglich ruft das Gebet im Hintergrund des touristischen Treibens rund um die Masbath Bucht hier in Dahab. Für uns europäische Volontäre ist es immer noch ein Rätsel, warum das antike Ägypten die Sonne verehrte. Täglich fühlen wir etwas Wind, wobei uns die durchschnittlichen 40 Grad eher beschäftigen. An einem Tag waren es gar 49 Grad im Schatten! Zum Glück ist dies nicht die Regel. In der Nacht wird es zum Teil wärmer als am Tag, weil es immer wieder Windausfälle gibt. In solchen Momenten hätte man gerne eine A/C im Zimmer. Nach den ersten zwei Tagen haben sich auch schon erste Magenbeschwerden bei einigen gemeldet. Der Salat und die Eiswürfel im Lemonjuice könnten hier heimtückisch gewirkt haben. Nun zum Tauchen und der Arbeit.
Die ersten Trainingstauchgänge mit und ohne Material wurden erfolgreich abgeschlossen. Im Vorfeld mussten jedoch zuerst auf dem Dach der Sinai Divers Station im RSEC Klassenzimmer die Fisch-, Invertebraten-, Substrat- und Korallen-ID’s erlernt werden. Denn das Ziel ist es in den kommenden Wochen, die Indikatorarten von den vielen anderen Organismen unter Wasser unterscheiden und bestimmen zu können. Bei der  Vielfalt im Roten Meer scheint dies eine schwieriges Unterfangen zu sein. Paradox ist jedoch, dass in den Auslagen der Restaurants mehr Indikatoren zu sehen sind, als wir sie täglich unter Wasser aufspüren. Um die Arten unterscheiden zu können, mussten wir uns für jede ein spezifisches Handzeichen einprägen, um die Kommunikation unter Wasser etwas zu erleichtern. Außerdem ist es notwendig, die englischen Bezeichnungen und zum Glück nur ein paar wenige lateinische Fachbegriffe zu üben. Wie erwähnt ist es bei der wunderschönen Unterwasserwelt hier eher schwierig all dieses erlernte “Überwasserwissen” auch unter Wasser richtig anzuwenden.
Ausgestattet wurden wir – alle 17 Volontäre – mit der RSEC-Uniform (T-shirts), mit der wir uns wie ein “geordneter” Fischschwarm  täglich zwischen den vielen Restaurants als “Coral Reef Army” hin und her bewegen. Ab und an tauchen wir in einen der zahlreichen Supermärkte ein, um den Geldbeutel etwas zu schonen. Und wie es hier so ist, schwanken die Preise täglich in extremen Ausmaßen (es kommt eben darauf an, ob man Tourist oder Ägypter ist). Nun müssen wir nur  noch die Prüfungen bestehen und dann geht es endlich los mit den offiziellen Surveys. Darauf freuen wir uns schon sehr, denn  uns alle verbindet dieselbe Leidenschaft und das eine große und ehrgeizige Ziel, dieses wertvolle und uns für den Erhalt dieses wunderschönen Ökosystems einzusetzen.

Text: Sahil Puri

Fotos: Christian Alter

 

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Korallenriffe des Süd-Sinai auf dem Prüfstand:
Dahab Reef Monitoring

Riff-Forscher am Red Sea Environmental Centre (RSEC) in Dahab (Süd-Sinai, Golf von Aqaba / Rotes Meer) studieren derzeit zerstörerische Einflüsse an den Saumriffen und registrieren dabei eine menschliche Einwirkung großen Umfangs. Die Forscher werden bei der Arbeit von Volontären unterstützt. Auf zahlreichen Tauch- und Schnorchelgängen sowie Inspektionen von Land aus werden fast täglich Verletzungen von Nationalpark-Vorschriften beobachtet. Hierzu gehören das Fischen mit Netz oder Leine in allen Riffbereichen, mechanische Schädigungen an Korallen durch Fischer wie auch Schnorchler und Taucher, sowie Verschmutzung vor allem durch Plastikabfälle. Den Wissenschaftlern erscheint daher eine gründliche Dokumentation des Gesundheitsstatus der Korallenriffe und ihrer benachbarten Habitate ein dringliches Anliegen.

Mit Genehmigung der ägyptischen Nationalparkbehörde sowie in Zusammenarbeit mit Reef Check Europe und Egypt hat das RSEC in Dahab vor kurzem ein Riffüberwachungsprogramm gestartet, das auf einer Erweiterung der Standard - Reef Check Methode beruht. Dieses erweiterte Reef Check Protokoll, nämlich das Dahab Reef Monitoring, zielt auf eine wesentlich höhere Auflösung sowohl qualitativer als auch quantitativer Information ausgewählter Riffabschnitte ab. Kurz gesagt wurden bei der erweiterten Methodik zusätzliche Indikatorarten beim Fische- und Wirbellosen-Transsekt aufgenommen, und der Substrat-Transsekt enthält 35 statt der ursprünglichen 10 Kategorien. Ein neuer, vierter Transsekt über Coral Damage liefert umfangreiche Daten über Korallenschädigungen natürlichen wie menschlichen Ursprungs (durch natürliche Fressfeinde bzw. Bruch und Abrasion).

Es ist klar, daß ein solch detailliertes Monitoring höhere Ansprüche an die VolontärInnen stellt, als bei einem Standard - Reef Check erwartet wird. Gute Tauchfertigkeiten wie auch geeignetes riffbiologisches Wissen sollten die Teilnehmer nach Möglichkeit mitbringen. Erfahrungen von der Teilnahme an früheren Reef Check - Surveys sind von Vorteil, aber keine Bedingung. In jedem Fall ist ein mehrtägiges Training vor dem Beginn des Monitorings vorgesehen, und bei jedem Teilnehmer werden die Fähigkeiten im Bestimmen von Indikatorarten und Kategorien getestet, um den Erfolg einer geplanten Monitoring-Aktion und die Zuverlässigkeit der zu erwartenden Ergebnisse abzusichern.

Die Ergebnisse des Dahab Reef Monitoring liefern nicht nur Kerndaten für die globale Reef Check Datenbank, sondern sind in erster Linie als Werkzeug für das Riffschutz-Management in den geschützten Küstenzonen des Süd-Sinai gedacht. Die Daten sehen größeren Detailreichtum, höhere Genauigkeit sowie größere Aussagekraft und Verläßlichkeit für die Interpretation vor. Änderungen am Gesundheitszustand der Riffe werden sich in Zukunft besser und schneller nachweisen lassen. Managern und Rangern in den Schutzgebieten soll dadurch geholfen werden, Aktionspläne zum nachhaltigen Schutz der Küstenbereiche zu erstellen und auch umzusetzen. Die Maßnahmen des Dahab Reef Monitoring sind im übrigen keineswegs begrenzt auf Dahab und Umgebung, sondern können ebenso auf andere Riffbereiche entlang des Golfes von Aqaba und weiterer Küstenstriche des Roten Meeres ausgedehnt werden.

 

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Dahab Reef Monitoring 2009

Mittlerweile ist das Dahab Reef Monitoring zu derzeit großer Zufriedenheit voll angelaufen.
Während einige Neuankömmlinge noch im Klassenraum schwitzen, und sich das nötige Wissen aneignen, ist ein anderer, bereits ausgebildeter Teil des Teams dabei, den Zustand der Riffe zu begutachten und zu protokollieren. Zu diesem Zweck war die motivierte Mannschaft nun schon an vier verschiedenen Tauchplätzen, um die Reef Check Surveys in unterschiedlichen Tiefen durchzuführen. Von den Tauchplätzen Islands South, Um Sid, Gabr-El-Bint und Moray Garden liegen bis dato insgesamt die Daten von acht jeweils 80 Meter langen Transekten aus 5, 10 oder 15 Meter Tiefe vor. Das Zusammentragen der Daten aus der Unterwasserwelt ist von durchaus großer Ergebnisharmonie geprägt, was darauf schließen lässt, dass das gewissenhaft geleitete Reef Check Training bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf ähnlich fruchtbaren Boden fiel, und ein jeder etwa Butterfly- und Angelfish trennscharf zu bestimmen weiß. Schon 16.000 m³ Unterwasserwelt sind nun von geschulten Augen auf Fischbestand, und 3200 m² jeweils auf Invertebraten, Substrate und Korallenschäden untersucht worden.
Der zugegebenermaßen weniger spektakuläre und demzufolge auch etwas weniger beliebte Teil der Arbeit- das computergestützte Aufnehmen der Daten im manchmal relativ warmen Büro- funktioniert ebenfalls zur absoluten Zufriedenheit aller Teammitglieder. Da sich jeder der Relevanz auch dieser Arbeitsschritte im Klaren ist, finden sich an jedem neuen Reef Check Tag Freiwillige, die sich darum kümmern, dass alle in schwerer Arbeit gesammelten Daten den Weg in die Datenbank finden, und somit nicht verloren gehen können. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen schließlich alle Daten zwecks Eruierung zu Verfügung stehen.   
Darüberhinaus gehören organisatorische Dinge zur Routine des Reef Check Teams. Dem Umstand geschuldet, dass es manchen Morgens schon recht früh losgeht, muss alles Nötige am Vortag vorbereitet und gepackt werden. Noch ist dies immerzu gelungen, und es kam bisher nicht dazu, dass an den Tauchplätzen das Fehlen immanent wichtiger und unverzichtbarer Hilfsmittel für das Tauchen oder das Durchführen des Reef Checks auffallen musste.
Aufgrund all dieser positiven Erfahrungen sieht das gesamte Team inklusive der Leiter auch dem weiteren Verlauf des Monitorings sehr zuversichtlich entgegen. In den kommenden Wochen sollen viele weitere Daten gesammelt und gesichert werden. Nicht zuletzt im Sinne des Riffschutzes drücken zumindest wir uns gegenseitig die Daumen, dass alles weiterhin so erfolgreich verläuft.

Text: Jan Alessio Kliem

Fotos: Christian Alter
 

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Reef Check Survey at Nemo Reef

The Nemo Reef is a small fringing reef in Masbat Bay, situated at the central shore of Dahab, right in front of the Red Sea Environmental Centre. Due to its favourable position in Dahab and the easy access the bay offers, it is highly frequented by snorkelers. Furthermore, six restaurants are bordering directly to the shore. Consequentually, a high degree of anthropological influence to the reef seems to be inevitable. The aim of our survey at Nemo Reef was to record the biodiversity and the degree of coral damage of this site. This objecitve is predominant in each survey conducted as part of the Dahab Reef Monitoring, which is an extended Reef Check survey where several dive sites of Dahab are surveyed by a Reef Check team.

We recorded four types of data: Fish, Invertebrates and Trash, Coral Damage and Substrate. 
Only organisms which are indicators of overfishing, overharvesting and aquarium collection were considered. Three different transects that were positioned parallel to each other at a depth of approximately one to two meters were surveyed. We did the surveys on three days between the 4th and the 11th of September.

Indicator fish like Butterflyfish, Bluestreak cleaner wrasses, Surgeonfish and „Farmer fish“ were recorded. In addition, we found groupers up to a size of 30 cm.
 Notably, the number of Long spined sea urchins was striking: Both, in the inner and in the middle transect belt over 200 individuals per 20 meter segment were found, in the outer transect at least 100. Also Purple coral snails were overrepresented with numbers of 112 to 224 in the inner transect belt.
A high rate of predation was noticed, especially a notable amount of damage caused by Purple coral snails (Coralliophilia violacea), a small snail, usuallay found on Porites corals. There was also a high percentage of detached coral colonies or colonies with breakage.
Another noteworthy point is the hard coral coverage in the shallow area (inner transect belt), which is quite high. The rest of the substrate consists of algae, rock, rubble and sand.

One of the greatest threats to coral reefs is mass tourism. At the beginning of peak season, corals are exposed to high impact caused by snorkelers and swimmers, standing on the corals of the reeftop. Even in Nemo Reef we can find numerous traces of human impact. Besides human impact, also extraordinary amounts of urchins can devastate their environment, creating what biologists call an urchin barren, devoid of macroalgae and associated fauna (ref. Fisheries and Oceans Canada, 2007).
Another major issue at Nemo Reef are the restaurants along the beach. Some are fishing occasionally, hence causing damage to the reef. We found numerous fishing lines and fishing nets that covered and killed a lot of corals in the reef. Many of these fishing lines and nets have already been removed  during several underwater clean-up dives by volunteers from the RSEC.

In order to prevent any further damage and to maintain a healthy reef, everybody can contribute without too much personal effort but with great positive effect on the reef. Eating a responsible amount of indigenous fish in the local restaurants is one aspect. Another thing everybody can do is being careful with the movement of fins or feet whilst snorkeling or swimming and nobody should throw rubbish anywhere but in the bins provided.

Concluding, it is to be mentioned that people should be aware of Nemo Reef, of its beauty as well as of its problems. The fact that this beautiful patch is perfectly situated right next to the shore implies advantages as well as threats. Tourists and locals must not take its relatively well condition for granted, nor should anyone put this condition at risk.

Text: Sven Schleifer & Marlen Fröhlich

Fotos: Christian Alter

 

Nemo Reef

Nemo Reef

Nemo Reef

Nemo Reef

Nemo Reef

Nemo Reef

 
 

Fishing net Assalah Beach

On September 20 th  2009, thirteen divers went to Assalah beach. A specific task was on the days agenda. Jessica of DESC volunteer ranger in Dahab, and some volunteers from the Red Sea Environmental Centre went out to free a certain area from several abandoned fishing nets that were covering significant parts of the reef and corals. Moreover, fishing nets can also be a threat to marine life, as fish or turtles can end up in the nets and eventually die. Jessica, who discovered the net a few days ago, realised that it was impossible to cut out the nets snorkelling. Hence, she asked RSEC and some volunteers for help.

Arriving at the dive site, it became obvious that the entrance is not going to be easy. Nevertheless, shallow water and a fairly choppy sea couldn't stop the volunteers from diving. Lacking a proper entrance, the volunteers had to find their own way to get over the reef flat. First and foremost, everybody had to watch out for the corals underneath, as nobody wanted to cause any damage to them. This factor certainly hampered the project, however, after a while everybody got in safe and sound.

The divers discovered a twofold situation. On the one hand, the reef was in a well good condition and a lot of fish accompanied the team during the dive. Due to the fact that not many divers or snorkellers have been to this part of the bay, e.g. the amount of broken corals was significantly less concerning than in Bannerfish Bay or Lighthouse. Schools of barracudas, unicorn fish, snappers and many rudderfish observed the 'operation'. On the other hand, there were more fishing nets found than expected. As already mentioned, these nets can be a serious threat to the marine life. A few days earlier, a turtle's corpse was found at Assalah beach and even though one can not be 100 per cent sure, this incident might well be related to the fishing nets. Turtles can either get stuck in those nets or careless fisherman catch turtles accidental and throw them away afterwards.
After an exhausting dive, lasting for more than 100 minutes, the team decided to come back the next day as so much more nets have to be removed. After all, the two days at Assalah beach were well worth the effort. The amount of fishing nets removed during the two dives was outstanding and everyone involved was satisfied with the outcome.    

        
Regarding the obvious threat those nets pose, it is of substantial relevance to propel the removal. Hence, it would be of much help if any nets found somewhere in the Dahab area, are reported to the RSEC. If reported, the RSEC can take appropriate measures to remove them immediately to prevent them from causing any further damage.  

 

Text: Sarah Schnurr & Jan Kliem

Fotos: Nina Milton

 

Net removal Assalah

Net removal Assalah

Net removal Assalah

Net removal Assalah

 
 

Dahab Reef Monitoring & Reef Conservation Project 2009

12 motivierte Volontäre haben heute das Training für das Dahab Reef Monitoring begonnen. Trotz einiger zu bewältigenden Hürden wie Kontaktlinsenverluste, Stehversuche als Boje und deutlich zu vielen vorerst undefinierbaren Arten unter Wasser, schlugen sich die freiwilligen Helfer absolut bravourös und konnten zumindest einen großen Teil der Reef Check Indikatorarten als solche erkennen. Nach ihrer Ansicht ist das für den ersten Trainingstag zumindest ein Resultat, auf dem sich aufbauen lässt. 

 

DRM2009 Team

 

 
 

Dahab Reef Monitoring 2007 - 17.8.- 8.9.2007

Der Wissenschaftler Christian Alter vom Red Sea Environmental Centre (RSEC) in Dahab hat ein Reef-Monitoring-Programm entworfen, welches auf  der Standard-Reef-Check-Methode basiert. Dieses erweiterte Reef-Check-Protokoll, momentan umgesetzt im „Dahab Reef Monitoring“, hat einen höheren Anspruch sowohl an qualitativen als auch an quantitativen Informationen in ausgesuchten Riffgebieten zum Ziel. Kurz, die Erhebung von Fischen und Invertebraten (wirbellose Tiere), beinhaltet zusätzliche Indikator-Arten und die Substrat-Erfassung weist eine Diversifikation von über 30 Kategorien auf.
Eine vierte Erhebung, Korallenschäden betreffend, enthält umfangreiche Daten über Verletzungen an Korallen, die natürlich entstehen (z.B. durch Korallen fressende Schneckenarten), aber auch menschliche Ursachen haben, wie das Abbrechen und Abschürfen von Korallen.
Die Datenerfassung für die Erhebung wird von Freiwilligen, meist Studenten der Biologie oder diplomierte Biologen, durchgeführt. Die Freiwilligen werden für die Bestimmung von Indikator-Organismen und den unterschiedlichen Arten von Schäden an Korallen geschult. Am Ende dieses 4 Tage dauernden Trainings, müssen die Teilnehmer zur Qualitätssicherung, ihr Erlerntes in mehreren Tests beweisen.Das Training für das Dahab Reef Monitoring 2007 begann am 17. August mit der ersten Einführung in die Theorie. An den ersten Tagen ging es primär darum, die Indikatoren wie auch verschieden Schäden an Korallen inklusive wichtiger Korallengattungen zu erlernen und unter Wasser identifizieren zu können Am dritten Tag übten wir unter Wasser das erste Mal mit einen Übungstransekt. Am Ende des Trainings Tag gab es die Tests, um zu kontrollieren, ob jeder die Indikator-Organismen identifizieren kann.
Die eigentliche Erhebung startete am 21. August in Abu Helal, einem Tauchplatz nördlich von Dahab. Während der kommenden Wochen waren wir an unterschiedlichen Tauchplätzen rund um Dahab und deckten dabei die wichtigsten Tauchplätze mit unseren Riffuntersuchungen ab.
Wir besuchten dabei auch das phantastische Blue Hole mit seinen steil abfallenden Wänden und wir besuchten Shaab Said, ein Tauchplatz, der nur selten von Tauchern frequentiert wird. An letzterem findet man zahlreiche enorme Korallenblöcke, welche noch immer in gutem Zustand sind. In Gabr el Bint erwartete uns eine große Überraschung – ein riesiger Walhai schwamm genau in dem Moment vorbei, als wir unseren Transect beendeten. Dies war nicht der einzige phantastische Besucher während des Reef Checks, bei den Golden Blocks schwebte ein Manta-Rochen direkt über unseren Köpfen.
Aber wir hatten nicht immer nur gute Begleiter; eines Tages durchtrennten einige Taucher unsere Transect-Leine und versuchten sie zu entwenden. Doch wir konnten sie einholen und bekamen unsere Leinen zurück.
Meist bekamen wir aber ein sehr positives Feedback von Tauchern und auch von den einheimischen Diveguides.
Am Dahab Reef Monitoring teilzunehmen war wirklich eine gute Erfahrung und alle von uns lernten viel über das marine Leben und wie es zu schützen ist! Wir sind sehr glücklich, dass wir einen kleinen Beitrag dazu leisten konnten, Sinais einzigartige Umwelt schützen zu helfen.

Teams:
Korallenschäden: Barna Kasiba und Nina Milton (Österreich, Norwegen)
Fische: Claudia Pogoreutz und Julia Schnetzer (Österreich, Deutschland), Vicky und Tobias von Mach (Deutschland)
Invertebraten (Wirbellose): Katja Trübenbach und Susi Greiner (Deutschland, Österreich), Laurant Guyard und Kevin Lee Payne (Frankreich, Südafrika)
Substrate: Team-Wissenschaftler Christian Alter (Deutschland) und Dr. Alexander Keck
GPS und Vorbereitungen: Karsten Block und Marie-Kristin Fonfara (Deutschland)

Autoren: Julia Schnetzer / Nina Milton

 

 

1. Bootstour1. Bootstour nach Gabr-el-bint 2. Bootstour2. Bootstour nach Gabr-el-bint

ÜbungstransektBeim 1.Übungstransect

Volontäre beim Abschlusstest

Teilnehmer beim Abschlusstest

 

 

 

 

 

 

 

 
 

Dahab Reef Monitoring 2006 an der Feldstation des RSEC

Neben dem jährlichen Reef Check in Dahab wurde dieses Jahr vom 12. - 21. August zum ersten Mal ein erweitertes Reef Monitoring unter der Leitung des Red Sea Environmental Centre in Dahab durchgeführt. Ziel dieses Projektes ist es, den Zustand der Korallenriffe detaillierter darzustellen und auf die potentiellen Bedrohungen der Riffe und Riffgemeinschaften im Golf von Aqaba einzugehen.
Es wurden 4 Datentypen von der allgemeinen Reef Check-Methodik übernommen und erweitert: Standortbeschreibung, Fische, Wirbellose (Invertebraten) und Substrat. Weiter wurde Coral Damage als eigene Untersuchung hinzugefügt. Vor dem Monitoring wurden 6 Trainingstauchgänge absolviert, damit gelernt werden konnte, die Indikatorarten, Korallengattungen und Substratkategorien exakt zu identifizieren. Die Daten wurden von Staff und VolontärInnen des RSEC während zweier Tauchgänge pro Tag in verschiedenen, vorher festgelegten Tiefen aufgenommen. Weiter waren die VolontärInnen bei allen Vorbereitungen, der Durchführung, der Dateneingabe und Nachbesprechung des Monitorings involviert. Die Arbeit unter Wasser war für die Biologie-Studierenden eine lehrreiche und positive Erfahrung, welche viel Spass bereitet hat. Die Daten werden in den kommenden Wochen von den Mitarbeitern des RSEC analysiert. Für die Zukunft sind am RSEC in Dahab jährlich zwei der erweiterten Reef Monitoring-Einsätze geplant, zusätzlich zum Angebot des Standard Sommer Reef Check, das von einer der örtlichen Tauchbasen koordiniert wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Volontaere-bei-SubstratTeilnehmer bei der Substrat-Datenaufnahme

HinweisschilderHinweisschilder für andere Taucher

reef checkRSEC Reef Monitoring Team (August 2006)

 
 
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